Tagebücher - Erlöse uns von dem Bösen (I/VI)
Shownotes
In dieser Folge:
- Pfarrer Kellers Besuch bei Schuhmacher Jakob Morf am 17. März 1823
- Zwei Schwestern, nach denen Pfr. Keller schon früher gesucht hat
- Erweckliche Aufbrüche in Unterillnau
- Margaretha Peter und ihre wachsende Verehrung
Die sechsteilige Reihe beginnt mit drei Folgen zum historischen Kriminalfall. In den Folgen 4 bis 6 geht David Scherler den Fragen nach, die diese Geschichte für den christlichen Glauben aufwirft.
Quellen: Tagebücher von Andreas Keller; Johann Ludwig Meyers Bericht über Wildensbuch von 1824; Illnauer Taufrodel.
Tagebuchseiten, Lesungen mit Andrea Jost und weitere Informationen: https://www.refilef.ch/kellers-tagebuchseiten
Transkript anzeigen
00:00:20: Wir lösen uns von den Bösen.
00:00:24: Herzlich willkommen!
00:00:26: Mein Name ist David Scherler, ich bin Pfarrer in der reformierten Kille Ilnau-Efretikke.
00:00:34: In den vergangenen Monaten haben unsere Tagebücher vom Pfarr Andreas Keller begleitet, die vor rund zweihundert Jahren gelebt hat.
00:00:45: Wir haben Lesungen gehört von Andreas Joost Und das Interview, wo die Sprecherin und Theater-Schaffende befragt haben was sie mit den Tagebuchnotizen erlebt hat.
00:00:59: Die beiden Podcasts, die Sie auch da in diesem Podcastkanal finden.
00:01:07: Aus dem riechen Fundus von diesen Tagebuchseiten wird die mit der nächsten Podcast eine ganze bestimmte Geschichte herausgreifen – die Gräuelszene des Wildensbuches.
00:01:22: So hat man in der damaligen Zeit ein Verbrechen genannt, das bis heute immer wieder in den Zitungen auftaucht.
00:01:31: Es gibt in diesem verbrechenden Spur direkt zu uns führt nach Il-Nau zum Erschuhmacher und zum Empfarrer.
00:01:43: In der ersten drei Folge dieser Podcastserie mit dem Titel «Erlöse uns von den Bösen» erzähle ich von diesem historischen Kriminalfall.
00:01:55: In drei Podcasts immer wieder ein Stück dieser Geschichte.
00:02:02: Anschließend sollen drei weitere Podcasts folgen.
00:02:07: Mich interessiert die Frage, wie können wir unterscheiden was tatsächlich von Gottes Geist kommt und was nicht?
00:02:16: Der historische Kriminalfall gibt zu dieser Frage ganz viel anschauungsmaterial.
00:02:24: Ja, gibt es der Tiefel!
00:02:26: Gibt es eine Widersache von Gott und vom Mensch, müssen wir am Ende in Angst haben für dunkle Mächte?
00:02:35: Was sagen die Evangelien dazu?
00:02:38: Deine Fragen werden wir anhand der Texte des Neutestemens nachgehen.
00:02:44: Aber eben sehr schön ist die Reu-Podcasts zu diesem Kriminalfall den Gräulszenen von Wildnis Buch.
00:02:53: Was ist denn passiert?
00:02:57: Zu Beginn des ersten Podcasts noch ein Hinweis.
00:03:01: In dieser Serie geht es um einen historischen Kriminalfall mit zwei Todesopfer.
00:03:07: Besuchst die zweite Folge enthalten Schilderungen von schwerer Gewalt, das Geheimnis vom Schuhmacher Morf.
00:03:20: Wir steigen in diesem Kriminal-Fall ein am Mantig Abing, genauer gesagt am siebzehnten März, eighteenhundertdreiundzwanzig.
00:03:31: Das ist spät am Abend.
00:03:34: Andreas Keller hat der Abendgedrunk bereits hinter sich, da wird noch eine an den Pfarrhauseln auch geklopft und er wird rausgerufen zum Jakob Morf einem Schuhmacher.
00:03:47: Der Pfarrer Andreas Keller kennt ihn, der Jakob morf gehört zu seinen Gemeinden ein verheirateter Mann, ein Familienvater und offensichtlich jemanden wo der Pfarr zu dieser stundspäten Mabung dringend gebraucht.
00:04:06: Andreas Keller hatte sein Tagebuch später festgehalten, heute Abend nach dem Abendtrunk musste ich spät noch zu den kranken Schuhmacher Morf gehen und später hat er festgehaltet – Ich nenne ihn Krank!
00:04:24: Denn er ist es an Leib und Zählen wenn schon er nicht eigentlich zu Bett liegen
00:04:30: muss.".
00:04:33: Bei diesem Besuch hat Jakob Morf ihm von seinen Kämpfen gegen den Tiefel erzählt, die unsichtbaren Mächte und einer Frau, der in diesen Kämpfen entscheidende Rolle spielt.
00:04:51: Und auch er, der Pfarrer Keller soll zu dieser auserwählten Gruppe dazugehören.
00:05:13: Die Margareta fühlt sich auch zu ihm heranzogen.
00:05:19: Was antwortet man an einem Menschen, der vor ihm steht und die Sättung sagt?
00:05:26: Der Pfarrerkeller hat ihn zugelassen.
00:05:29: Er hat ihn mal widersprochen aber vorsichtig.
00:05:33: In seinen ausführlichen Tagebuchaufzeichnungen aus diesen Tagen wird deutlich, warum.
00:05:40: Morf hat ihn vertraut und das Vertrauen hat er nicht einfach durch allzu schroffen Widerspruch verloren.
00:05:50: Er ist in Seelsorgen und er will den Kontakt zu dem Mensch bewahren.
00:05:55: Er will eine Beruhigung und ihn wieder erreichen können.
00:06:01: Es steht in seinem Tagebuch.
00:06:04: Ich behandelte den Morf als Kranken, den ich teils zu beruhigen, von seinen Ideen abzulenken versuchte.
00:06:13: Erst wenige Wochen vorher hat der Pfarrer Heller mit seiner Familie noch etwas ganz anderes erlebt und am zwölften Januar hat er ein kleines Kind dauft – das Kind vom Jakob-Morf und von dem sie ihre Frau der Regula morf.
00:06:31: Die Taufe hat er wie jedes Mal im Tauferrodl festgehalten.
00:06:37: Und jetzt ist er eben wieder beim Morf gestanden und hat von diesen Geisterkämpfen und dieser Himmelfahrt gehört.
00:06:47: Der Name der Margareta Peter hat Andreas Keller bereits gekannt, sie und ihre Schwester Elisabetha, die sei polizeilich gesucht worden.
00:07:00: Es gab Verdacht ... dass sie gerade bei dem Schuhmacher Morf unterkommen war.
00:07:07: Zudem hat er die Fahrer Keller, der Schuhmaker schon vor eineinhalb Jahren befragt im November, den Nachmittag, zuvor bestritten, dass die beiden Schwesteren bei ihm sein sollen.
00:07:25: Er wüsste nicht wo das sei.
00:07:26: Die Wahrheit wäre gesehen dass sich zu diesem Zeitpunkt beide Frauen bei ihm im Haus befunden haben.
00:07:36: Die Pfarrer Keller fragte nach ihnen und er, der Schaumacher, wusste, wo sie war aber verschwiegte es dem Pfarrern.
00:07:45: Und dann also anderthalb Jahre später den Abend im März, dann waren die beiden Schwesteren tatsächlich nicht mehr beim Schaumnachermorf gewesen – aber wo sie sind?
00:08:00: Und es hat das, was diesen beiden Frauen wieder erfahren ist mit dem verwirrten Zustand des Schuhmacher-Morf zu tun.
00:08:10: An dieser Stelle eine Zwischenbemerkung.
00:08:13: Ich will kurzer lüttern aus welnen Quellen, wenn ich hier erzähle von diesem Kriminalfall, aus welchen Quellen sie schöpfen.
00:08:24: Wir wissen von der Zeit durch Andreas Keller und seine Tagebuchnotizen.
00:08:31: Er hat viel berichtet auf insgesamt drei Tausend vierhundertneunvierzig Tagebuchseiten.
00:08:39: Aber in alter Schrift, man muss diese Schrifte extra leeren um sich zu lassen.
00:08:46: Eine kleine Teil dieser Tagebuch-Seite liegt uns heute vor ihren Auswahl von seinem Ur-Enkel Gottfried Keller und dazu kommen weitere Originalseiten die ich entziffert habe mit Transkribus.org.
00:09:04: RKI extra, um das zu erzählen.
00:09:09: Es sind aber alles Auszüge aus diesen Tagebuchseiten.
00:09:13: Es ist noch längst nicht alles transkribiert.
00:09:17: Wenn also etwas bestimmtes nicht erwähnt wird, heisst es noch nicht – es ist weil der Keller drüber geschwiegen hat!
00:09:28: Für die Vorgänge in Wildensbuch im Kriminalfall.
00:09:31: Wir haben außerdem auch eine ganze ausführliche Berichte von Johann Ludwig Meier.
00:09:39: Der Mann war Diakon und Leutepriester am Grossmünster Zürich.
00:09:45: Er hat die Bericht verfasst mit dreihundertfünfundvierzig Sitten, eine Berichte, die auch Kriminalakten von diesem Fall zu Grund legen.
00:09:58: Der Meier kennt diese Untersuchungsunterlagen, er hat mit den Gefangenen geredet.
00:10:04: Er hat einzelne auch als Seelsorger begleitet.
00:10:08: Und in seinem ausführlichen Bericht, den ich eben auch beim Verzellen daraus schöpfe, will er die Vorgänger klären und er wird vor all dem Warnen, das er religiösisch wärmereien nennt.
00:10:23: Er will aufklären gegen Gerüchte, hat aber in diesem Aufklären inne seine eigenen Prägungen und Wertungen.
00:10:34: Meine weiteren Quelle ist der Toffrodel von Kille Ilnau und später in Zeitungsbericht, bis in die heutige Zeit.
00:10:45: Immer wieder hat man den Kriminalfall neu aufgekocht.
00:10:52: So können wir uns dieser Geschichte einen Ereignis von hier zu mal näher über Stimmen, wo etwas gesehen oder erfahren haben und das aus ihrer jeweiligen Sicht erzählen tun.
00:11:05: Wir haben also zum Einstieg von dem Märzabend, von der Erkrankung von den Fahnen, die der Pfarrer Keller noch spät am Abend beim Schuhmacher Morf hat vorbeimüssen, wo ziemlich verwirrt siege war an Leib und Asseel.
00:11:24: Und jetzt drehen wir Zeit noch einig um fünf Jahre zurück Fröhlich-Achzehundert-Achtzehn Die napoleonischen Krieg, die sie erst gerade ein paar wenige Jahre vorbei war Auch die Hunderjahre, die Vierzehnte und Siebzehn haben den Menschen noch tief in den Knochen gesteckt.
00:11:47: Die Menschen haben eine grosse Not erlebt.
00:11:49: Eine grosse Unsicherheit.
00:11:53: Die schwierige Frage ob Vorräte klängen?
00:11:57: Der Pfarrer Keller hat in diesen Jahren viel unter Not um die Arme zu versorgen.
00:12:03: In diese schwierigen Jahre fällt auch eine Zeit der grossen religiösen Aufbrüche.
00:12:09: Menschen haben die Rost gesucht, Halt und Gemeinschaft auch eine neue Ernsthaftigkeit im Glauben.
00:12:18: Und so hat sich überall in der Schweiz und eben auch in Unterilnau Versammlungen gegründet im Umfeld von den Herrnhuttern Bewegungen.
00:12:29: Herrnhutt – das war eine Gemeinsschaft in Sachsen.
00:12:33: Es gibt es heute noch verbunden mit dem Niklaus Ludwig von Zinzendorf Heute noch bekannt im Zusammenhang mit dem Losungsbüchli.
00:12:44: Im Zentrum dieser Bewegungen war eine täufige Frömmigkeit, die Jesus Christus als Zentrum des persönliches Vertrauen, Bibel lesen, Gebet gemeinsam singen – ein Glauben, das der ganze Alltag prägen soll.
00:13:04: In der Schweiz haben solche Kreise bereits seit dem achtzehn-Jahrhundert bestanden unter anderem in Basel, Bern, Aarau und Zürich.
00:13:16: Und die neuen Frömmigkeitsbewegungen haben ich ganz viel in Bewegung gesetzt.
00:13:21: Es sind in dieser Zeit viele karitativen und diakonischen Werken standen, die man heute noch immer der Name kennt – so zum Beispiel die Passler-Mission, die heute als Mission Einenzwanzig bekannt ist.
00:13:42: Aber eben zurück zu dem Jahr, den Jahr, am siebzehnten April.
00:13:51: Der Pfarrer Keller ging mit seiner Frau nach Undereelnau.
00:13:57: Dort, ein solcher Lieferetär in seinem Tagebuch, sei mehr als hundert Personen versammelt gewesen – von der Hundertzwanzig bis die Dreißig aus anderen Gemeinden.
00:14:10: Er hat die Zusammenkunft eine Gesellschaft zur Erbauung genannt und schrieb, ist der heutige Tag ein Tag des Segens für meine Gemeinden?
00:14:21: Ich hoffe es.
00:14:24: Nur zwei Tage später sind schon ungefähr dreihundert Menschen ins Schulhaus gekommen.
00:14:30: Dreihundert in Underilnau.
00:14:34: Mönche, die zusammenkommen, weil sie geistlichen Hunger haben!
00:14:39: Die Verantwortlichen haben eine Unordnung befürchtet.
00:14:43: Und so sind sie wieder zum Pfarrhaus Ilnau gegangen und hat den Pfarrer Keller gebeten, dass er doch käme und etwas sage.
00:14:51: und so verordnet dünne Sorgen.
00:14:54: Er ist gegangen.
00:14:56: Er redete, predigte ohne ihn vorbereitet die Rede und er lebte wie seine Worte zu Menschen reichen.
00:15:06: Und auch ihn selber hat es bewegt die vielen Menschen mit ihrem geistlichen Hunger.
00:15:14: Ich finde es sehr eindrücklich, wie der Pfarrer Keller mit ihrer neuen Bewegung umgegangen ist.
00:15:21: Er hat sich nicht einfach distanziert er hat sie nicht verteufelt sondern er wollte auch Aufbruch begleiten.
00:15:30: er wollte die Menschen nicht aus ihren Gemeinden verlieren weil sie ihre setzigen Gemeinschaftennahre für ihren Glauben finden, so hat er mit ihnen willen im Gespräch bleiben.
00:15:43: Und der Denker hatte sicher auch Freude, dass der Name Jesus Christus und das Bibelwort Menschen wieder neu interessiert.
00:15:56: Später wird aus seinen Tagebuchaufzeichnungen auch deutlich, dass es diese Schwierigkeiten gab, dass er mit Menschen zu tun hatte, die gemeint haben dass sie schon alles erkennt haben und keine Pfarrer mehr brauchen.
00:16:12: Im Gegenteil, dass sie mehr wissen und glauben an ihren Pfarrern.
00:16:19: Und der Mensch, der in dieser Gemeinschaft war, ist auch Jakob Morf gewesen – der Schuhmacher eben dem Mann, den Keller fünf Jahre später spät am Abend zu einem Grufe wird.
00:16:36: Aber jetzt zum anderen Thema.
00:16:40: zu den zwei verschwundenen Frauen.
00:16:44: Einer davon ist mit dem Übernahme «Zheiligen Margarete» bekannt.
00:16:50: Mit der richtigen Namen hat sie Margareta Peter geisset.
00:16:56: Sie wurde am Weihnachtstag geboren, in Wildensbuch aufgewachsen, in der Nähe von Trölliken.
00:17:07: Ihren Vater war Johannes Peter und er wurde... und ein Bauernhaus hatte.
00:17:15: Margarita war die jüngste Tochter, sie ist schon sehr früh mit ihren Bibelkenntnissen aufgefallen.
00:17:25: Nach späteren Aussagen konnte sie als Kind schon erstaunlich gut lesen können und hat sich vieles bemerken können.
00:17:34: Sie hat die biblischen Geschichten gekannt, sie hat auf Fragen Antworten gefunden, hat mit Überzeugung gesprochen.
00:17:44: Der Pfarrer Simmler von Trüllichen hat wahrgenommen, dass es Mädchen eine gewisse Begabung haben.
00:17:52: Wenn ich diese Berichte lesen, dann steht vor mir ein Bild der jungen Frau, die Menschen schon gleich beeindruckt hätten können und eine gute Sprache hatte, eine gewissen Begeisterung, ein gewisses Charisma, einen wachen Blick, selbstbewusste junge Frau.
00:18:13: Sie bekam innerhalb ihrer Familie immer mehr Gewicht.
00:18:16: Als ihr Vater auf sie gelost hat, ihre Geschwister auf sie geholt, wer ihr begegnet ist, hat immer mehr eine Frau erlebt, die es nicht genug war von ihrem Glauben zu erzählen.
00:18:32: Sie hat hierbei ansprucht, dass sie selbst besungere Mitteilungen von Gott empfangen.
00:18:36: Aus einer begabten Bibel-Lesserin mit vieler Kenntnis wurde immer mehr ein geistlicher Autorität.
00:18:48: Im Herbst, in Lothstädten der Juliane von Krüdener begegnet.
00:18:57: Die Juliane vom Krüdaner Baronin war damals eine weit bekannte Persönlichkeit gesehen, die viele Menschen fasziniert haben.
00:19:09: Der Meier nennt sie in seinen Gerichtsakten nie beim Namen sondern immer nur als die fremde Dame.
00:19:18: Es handelt sich eindeutig um die Juliane von Krüdener.
00:19:22: Die Frau war damals eine sehr spezielle und besungere Frau, in der Europa weit viel ausgelöst hat.
00:19:31: Eine baltische Adlige, Schriftstellerin, Wanderpredigerin.
00:19:38: Sie ist durch Europa gereist und hat öffentlich über ihre Glauben geredet und sich für Menschen in Not eingesetzt.
00:19:48: Wenn man alle Überlieferungen anschaut, dann war es eine sehr schillernde Person, die letztlich sogar mit ihrer Entourage aus der Schweiz ausgewiesen wurde.
00:20:01: Dieologin Deborah Sommer, die zu ihren Forschen tut, zeigt aber ein vielschichtiges Bild – eine selbstbewusste Frau, die sich in einer Welt, die von Männern prägt ist und die Gehörverschaft hat.
00:20:17: Mit genau dieser besonderer Frau hat also die Margareta Peter ein längeres Gespräch unter vier Augen gehabt.
00:20:26: Sie scheint es etwa drei Stunden lang.
00:20:30: Was diese besondere Begegnung im einzelnen Bier ausgelöst hätte, das können wir nicht nachher erzählen.
00:20:37: Das weiss nur man selber.
00:20:41: Aber ich denke, dass so eine bekannte Frau sich Zeit für sie nimmt – das hat in ihrer Geschichte sicher zusätzlich Gewicht gegeben!
00:20:52: Immer mehr Menschen sitzen der Margareta nach Wilden zu buchen.
00:20:57: Zu Fuss, mit Tross und Wagen – Menschen aus der Umgebung aber auch von immer weiter her!
00:21:05: Es sind Briefe eintroffen für die Margarete.
00:21:08: Man hat so ihre Vorbitte gebetet.
00:21:11: Man suchte ihren Rat.
00:21:13: Man hoffte sich heiliger.
00:21:16: Man muss sich einig vorstellen wie es auf Ihren Vater und Schwester gewürgt hätte.
00:21:23: Menschen kommen nach Wildensbuch wegen ihrer Schwester, wegen ihrer Tochter Margarita.
00:21:31: Später hat man sich angefangen das heilige Margretli nennen.
00:21:38: Er vertraute fast auch ein bisschen eine zärtliche Name aber der Hinge ist der Anspruch dieser jungen Frau immer mehr gewachsen.
00:21:48: Wer kann in dieser Frau noch widersprechen?
00:21:51: In Ihren Worten Gottes eigerte Stimme gehört wird.
00:21:58: Der Meier überliefert in seinen Gerichtsakten eine Geschichte aus der Kindheit von Margarita, ihren Sigi im Traum ein Engel erschienen.
00:22:11: Regie ihre bestimmte Krüter genannt, wo gegen ihre krampfartigen Beschwerden helfen sollen.
00:22:19: Sie soll die in der Nähe des Klosters im Wald bei Rino geholt werden.
00:22:27: hat den Traum nicht ganz traut.
00:22:30: Sie ist die Krüter geholt und ging mit diesen Krütern in die Apotheke ins Schaff rausgegangen, dort haben sie nachgefragt und prüfen, ob man die Kräuter wirklich zu sich näht dürfen.
00:22:44: Als Antwort bekam sie der Apothek über, dass sie nicht geschädlich war.
00:22:50: Auf das habe Margareta erzählt, sie gehe wieder ein Engelsboden erschienen und erhege ihre sanfte Vorwürfe gemacht, weil sie den Unglauben zeigt.
00:23:04: Sie soll jetzt die Krüter brauchen!
00:23:08: Wir finden diese Geschichte sieht sehr viel aus.
00:23:13: Die Margareta macht wie man es sollte, sich durch die Engelserscheinung zu prüfen.
00:23:20: Sie holt sich gerade in ihrer Apotheke eine ganz vernünftige Handlung.
00:23:27: Diese Geschichte, die Sie in der Menschen erzählen, wird aus diesem Prüfen ein Fehler.
00:23:35: Sie haben in der himmlischen Mitteilung nicht ohne Weiteres vertraut, dass sie unglauben sind.
00:23:42: Ein sanftes Ermahnen des Engels war das.
00:23:46: Ist es so?
00:23:48: Dass wenn man eine göttliche Offenbarung prüft und wir daran zweifeln, dass man ihnen an Gott zu zweifelt tut!
00:23:59: Margarita hat also die Geschichte erzählt und hat damit ihr eine Zuhörer gesagt, wenn wir an ihr mit ihren göttlichen Verbarungen zweifeln, stellt man sich auch gegen den, der durch sie redet.
00:24:15: Ich werde auf das Thema ganz sicher dann in der späterigen Podcaste, wo ich vertäuft wird über all das nachdenken zurückkommen.
00:24:28: Beim Meier in seinen Gerichtsakten erfahren wir dass sich Margareta auch von der Herrnhüttergemeinschaft entfernt hat, wo sie eine gewisse Zeit lang ein- und ausgegangen ist.
00:24:42: Man hat sich von ihr distanziert – und dann hat sie ihren eigenen Kreis gründet!
00:24:50: Ihre Aufentwahlungen haben in ihrer Gruppierung immer grösseres Gewicht bekommen.
00:24:56: Und so ist er auch den Schaumacher Morf in Zürich begegnet und hat er immer stärker vertraut….
00:25:04: Er hat ihre Aussagen angenommen über sich, er hat sein Leben nach dem ausgerichtet und er hat angefangen seinem eigenen Pfarrer Keller wissentlich zu verschwiegen.
00:25:17: Er hat ja zu dieser Gruppe gehört, die glaubte, dass sie mehr erkannt haben als der Pfarrerin ihr kennen konnte.
00:25:26: Zur gleichen Zeit wurde sie auch Behörden auf Margareta aufmerksam.
00:25:31: Sie ist viel um einen Angreist, eine Gleich- g'sinnte besucht.
00:25:36: Er hat sich immer wieder von ihrem Heimatort fern aufgehalten.
00:25:42: Der Meier berichtet, dass sie auch polizeilich nach Wildensbuch zurückgebracht worden ist.
00:25:50: Die beiden Schwestern sind dann verschwunden und fehlten Papiere, um ihren Aufenthalt ordentlich auszuweisen zu können.
00:25:58: Man konnte in dieser Zeit schon umeinander reisen.
00:26:02: Aber die Grenzen zwischen den einzelnen Kantonen?
00:26:05: Er war noch etwas deutlicher, als das heute der Fall ist.
00:26:10: Der trölliger Pfarrer Simmler hat darum auch den Auftrag bekommen, der Vater von Margareta zu befragen, wo die beiden Schwester sieben.
00:26:22: Johannes Peter hat verschwiegen, was er gewusst.
00:26:26: Die Frauen wurden nicht gefunden.
00:26:28: Auch der Pfarrerkeller hat den Auftrage bekommen nachzufragen ob ich die beiden Schwestern beim Schuhmacher Morph siebe.
00:26:39: Und auch dort hat er im November, deinerzehntzwanzig eine falsche Antwort bekommen.
00:26:47: Ein Beschluss der Zürcher Regierung zeigt wie angespannt in dieser Zeit das Verhältnis zu sättigen schwärmerischen Gruppierungen war.
00:26:58: Die Regierung hat sich Sorgen gemacht, den dritten Juni, deine Zwöhe zwanzig, also noch vor dem Verbrechen in Wildensbuch in die Regierung einen Lasser lassen.
00:27:12: Sie haben gewissensfreiheit gewürdigt und dass wir häusliche andachenden Selbstständigen durften halten.
00:27:21: Und gleichzeitig hat sie neben dem öffentlichen Gottesdienst nicht wollen, sich eigenständige kirchliche Organisationen zu bilden.
00:27:33: Geistlich wurde unterseit an Sättigende Gesellschaften teilzunehmen Nächtliche Versammlungen sollen unterbunden werden, unbefugte Redner weggewiesen werden.
00:27:48: Im ganzen Land war es ein geistlicher Aufbruch und die Zürcher Regierung hat das versucht ihre gewisse Ordnung zu halten.
00:27:59: Im Haus des Schuhmacher Morph hat dieser Beschluss niemand interessiert.
00:28:07: Da hat man auf eine ganz andere Zukunft gewartet.
00:28:11: Margareta hat dem kleinen Gruppli um sich herumgekommen und gesagt, dass sie die Himmelfahrter warte.
00:28:19: Gemeinsam mit Schaumacher Morf werden sie lieblich in Himmel aufgenommen werden.
00:28:26: Und so haben sich diese Beden gesundet und ihre Sonntagskleider angelegt.
00:28:32: Festlich gekleidet waren die beiden bereit, ihren gewöhnlichen Gang durch das irdische Leben endgültig hinter sich zu lassen.
00:28:42: Sie hat gewartet und nichts ist passiert.
00:28:46: Kein Aufbruch in die Himmel, sie sei bleiben wo sie sind Das hätte ja der Schaumacher Morf können misstrauisch machen Aber ihre Erklärung hat eine Beruhigte Der Zeitpunkt, sich eben verschoben worden.
00:29:04: Sie haben so eben eine neue Mitteilung bekommen.
00:29:10: Der Wartung hat sich also nicht erfüllt.
00:29:13: aber zu vertrauen Oder besser gesagt, die Autorität der Margareta Peter wurde immer stärker.
00:29:23: Menschen in diesem Haus mussten diese Folgen mittragen.
00:29:28: Besuchten sie auch die Frau vom Morf.
00:29:32: Die Regulamorf.
00:29:34: Wir werden ihren noch begegnen.
00:29:38: Aber zurück zu dem Besuch von Pfarrer Keller.
00:29:42: spät am Abend beim Schuhmacher Jakob Morf, mentig ... am siebzehnten März.
00:29:51: Vier Tage später wurde der Pfarrer Keller wieder zum Morf gerufen, im Freitag, am einentzwanzigsten März.
00:30:02: Dann hat der Pfahrer Keller erfahren was ihm der Schaumacher Morf beim letzten Besuch verschwungen hat.
00:30:11: Margarita und ihre Schwester Elisabetha sind tot Sie seien gestorben in Wildensbuch.
00:30:20: Der Morf hat ihre Liechene selber gesehen.
00:30:25: Der Keller hatte sein Tagebuch geschrieben, er hätte mir das bei meinem letzten Besuch schon sagen können, habe sich aber nicht getraut.
00:30:38: Der Morf wusste also schon am Ende an, dass die beiden Frauen tot sind und es so verwirrt war, dass man den Pfarrer Keller gerufen hat.
00:30:52: Warum hat er sie im Pfarrern nicht gesagt?
00:30:55: Hat er sich geschämt, hat er sich gefürchtet über die Folgen?
00:31:03: oder hat er gekauft, dass diese beiden Frauen gar nicht tot bleiben sondern wieder leben?
00:31:10: Man weiss es nicht.
00:31:14: Zum gleichen Zipppunkt wie der Schuhmacher Morf das ihm die Pfarrer Keller verraten hat, dass er die beiden Frauen tot gesehen haben, ist man im Bauernhaus in Wildensbuch auf die Verstehung von diesen beiden Frauen am Warten war, zwei tote Schwester und Menschen, die glaubten, dass diese beiden Frauen wieder auferstanden werden.
00:31:43: Wie hätte sie zu diesem Tod kommen können?
00:31:47: Von dem erzähle ich in der nächsten Folge dieser Podcast-Serie «Erlöse uns von den Bösen».
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