Tagebücher - Interview mit Sprecherin Andrea Jost
Shownotes
Andrea Jost ist Sprecherin und Theaterschaffende und in der Reformierten Kirche Illnau-Effretikon in verschiedenen Bereichen u.a. auch freiwillig engagiert.
In diesem Gespräch geht es unter anderem um:
- die professionelle Vorbereitung einer Lesung
- das Zusammenspiel von Text und Sprecherin
- die besondere Herausforderung historischer Texte
- die Tagebücher von Pfarrer Andreas Keller (1765–1835)
- die Frage, was für ein Mensch hinter diesen Tagebüchern sichtbar wird
- gutes Vorlesen im Gottesdienst
Andrea Jost leitet in der Kirchgemeinde auch die Gruppe der Lektorinnen und Lektoren und engagiert sich unter anderem bei "Nach(t)klang" und beim Weihnachtsmorgensingen.
Die Tagebücher von Andreas Keller: Weitere Texte und Hintergründe: https://www.refilef.ch/kellers-tagebuchseiten
Die Lesungen von Andrea Jost aus den Tagebüchern von Andreas Keller findest du ebenfalls hier im Podcast "Giraffentränke".
Transkript anzeigen
00:00:20: Heute sind wir jemanden gegenüber, der die Stimme viele aus unserer Kirchengemeinde schon kennen.
00:00:26: Das ist Andrea Joste.
00:00:29: Andrea wirkt bei uns an ganz verschiedenen Orten mit.
00:00:32: Sie ist verantwortlich für Nachtklang.
00:00:36: Seit Jahrzehnten ist sie verantwortlicher fürs Weihnachtsmorgen singen und führt das jedes Jahr wieder neu durch.
00:00:44: Man trifft es auch in ganz vielen weiteren Formaten.
00:00:47: wie z.B.
00:00:48: ein Bistro-Rappbook oder ein Nachklang, aber dazu später noch mehr.
00:00:55: Andrea leitet in unserer Kirchengemeinde im freiwilligen Engagement Gruppen der Lektorinnen und Lektoren – da haben wir also ganz eine besondere Luxus.
00:01:06: Eine professionelle Sprecherin engagiert sich freiwillig und hilft anderen dabei Texten so zu lesen, dass sie eben nicht einfach vorgelesen werden, sondern wirklich zu hören kommen.
00:01:23: In diesem Frühling haben wir zusammen noch eines ganzes anderes Projektes umgesetzt.
00:01:29: Andrea hat bei zwei Veranstaltungen aus der Tagebücher vom Il-Nauer Pfarrer Andreas Keller vorgelsen.
00:01:37: Sie lebte von den Seventonhundertfünfundsechzehn bis Achtzehundert fünfunddreis.
00:01:43: Die Texte, die zweihundert Jahre alt waren habe ich so plötzlich wieder eine Stimme bekommen und sie ihm erstaunlich nahe geworden.
00:01:54: Über das, Andrea, will dich heute mit dir reden.
00:01:57: Das freut mich sehr, dass du hier bist.
00:02:01: Danke, dass ich da sein darf!
00:02:03: Andrea, zuerst einmal die allgemeine Frage.
00:02:07: im letzten Mai, Juni und Juli waren die Veranstaltungen zum Andreas Keller vorgelesen live Jetzt als Podcast, wie ist der Unterschied?
00:02:22: Das war für mich wirklich ein ganz entspannender Prozess.
00:02:26: Es ist ja den gleichen Text und bei diesen zwei Lesungen vor Publikum lebt es natürlich vom Live-Charakter.
00:02:36: also ich ... Verändern im Text je nachdem das Tempo, je nach Reaktion vom Publikum.
00:02:43: Ich habe auch einen Kontakt mit den Leuten.
00:02:47: Ich lese zu Leuten, die ich sehe und ein Live-Publikum kann sehr tragen und beflügeln.
00:02:56: Je nachdem wenn es hier verschlossen sitzt, kann es einem auch abziehen.
00:02:59: Das ist eine andere Herausforderung aber das war jetzt bei diesen Anlässen nicht so.
00:03:03: Es lebt wirklich halb vom Livecharakter, dass auch Versprecher Die sind dann da und die sind draussen, die kann man nicht mehr zurücknehmen.
00:03:11: Und beim Podcast rede ich in einem Todsmikrofon und muss mir das Publikum selber vorstellen – das ist imaginär!
00:03:21: Also ich muss mir dies aufbauen.
00:03:23: zu wem rede ich, damit es gleich, dass ich gleich sende, damit's gleich zum Publikums ankommt.
00:03:31: Der Vorteil beim Podcast ist natürlich, dass man korrigieren kann, wenn man sich verspricht, Das Ausschneiden.
00:03:39: Man erreicht auch noch mal andere Leute mit einem Podcast, die jetzt nie einer Lesung geachtet haben.
00:03:46: Es sind wirklich wie zwei komplett verschiedene Gefäße.
00:03:50: Live und Podcast – ich denke man darf das gar nicht gegeneinander ausspielen sondern ich empfinde sie jetzt wirklich als Bereicherung und als Ergänzung.
00:03:59: Der gleiche Text auf zwei verschiedenen Kanalen in diesem Sinn für ein ... unterschiedliches Publikum, aber von mir her auch mit genau gleichen Engagement.
00:04:10: Ich möchte mich sehr gut erinnern nach diesen beiden Veranstaltungen mit den Lesigen, dass die Leute teilweise auch nachgespielt haben und dass ihnen das wirklich eingegangen ist, die intensive Lesung und das so mitserleben.
00:04:27: Und ich denke es war denen, was nicht sowieso schon klar war, aber etliche Bewusstworte Dass es wirklich eine Profession ist, dass das ein Beruf ist.
00:04:37: Das lasse ich so.
00:04:39: darum die Frage, wie tust du dich eigentlich auf etwas vorbereiten?
00:04:44: Ich habe das Gefühl, sie wurde einem bewusst.
00:04:46: Das macht man nicht aus dem Stand heraus.
00:04:49: Ja, ich habe natürlich eine Ausbildung und ich habe eine gewisse Erfahrung.
00:04:56: So wie ich jetzt damit arbeiten kann, das ist ein Handwerk, das man lernen kann Und nachher braucht es natürlich Vorbereitungen und Erarbeitung vom Text.
00:05:08: Ich kann es kurz sagen, dass mein Werte ging, damit wir ein bisschen weiss, was ich gemacht habe.
00:05:14: Ich habe ursprünglich Gommart Zürich gemacht.
00:05:16: Das ist Schule für Theatermime und Tanz und habe mich dort zur Bewegungs-Geschauspielerin ausgebildet und habe ganz viel gelehrt von Körperarbeten und Bühnenpräsenzen wie auf Publikum stehen.
00:05:30: Mein Weg hat sich dann aber ... weiterentwickeln, die richtige Sprache und Musik.
00:05:36: Da habe ich begabt das Lied mir, das werde ich vertiefen.
00:05:41: Ich habe dann angefangen, ein Musiktextprogramm zu machen, selbst Texte schreiben, parallel dazu habe ich sechs Jahre beim Radio-SRF geschafft als Nachrichtersprecherin.
00:05:52: Bei dort natürlich in der nächsten Schule gesprochen wurde auch Mikrofontechnik.
00:05:57: Was ich dort vor allem gelernt habe, war für mich ganz neu.
00:06:01: sachliche Inhaltsvermittlung, keine Interpretation.
00:06:06: Das hat nichts mit Bühnen und so zu tun, sondern das ist etwas ganz anderes.
00:06:11: Und dann habe ich noch die Speechacademy in der Schweiz gemacht und im Jahr hier im Jahr zum Diplom abgeschlossen.
00:06:18: Dort habe ich in dieser Ausbildung geklärt, die Stimmen brauchen und entwickeln und arbeiten damit für z.B.
00:06:24: Werbung, Hörspiellesungen ... Synchronfilme, Voiceover und Sofitok-Film.
00:06:31: Das war ein intensives Schaff mit der Stimme, das eigene Entdecken von der Stimme für was sich eignet.
00:06:39: Um mal zu wissen, was ich überhaupt für eine Stimme habe – jetzt für eine Frau habe ich die Stimmlage – bin ich immer tief in einer dunklen Klangfarbe.
00:06:48: Das ist einfach naturell mässig so gegeben.
00:06:51: Was noch spannend war, wäre diese Ausbildung dann gelehrt?
00:06:57: Wenn ich jetzt zum Beispiel in den Werbung arbeite, würde mir meine Stimme wahrscheinlich für Versicherungen Krankenkassen einsetzen.
00:07:05: Weil sie eine gewisse Glaubwürdigkeit hat, eine russige Sicherheit, man vertraut deren Stimme oder Barfühen oder Schocken, so ein wenig das verführerische Zart schmelzende Füllung irgendwie so... Oder auch für Museums-Guide und Klärvideos offizielle Durchsagen.
00:07:26: Das wäre so im beruflichen Business-Bereich einsetzbar.
00:07:32: Ich merke aber, dass ich meine Stimme v.a.
00:07:34: für Läsungen brauche – Bühnenprojekt, Podcast und weiss ziemlich genau jetzt wie ich die Stimme dort einsetzen kann als tragende Erzählstimme.
00:07:47: was ich auch gerne mache sind einfach schlichte Lesungen oder zum Beispiel bei Abtankungen, Lebenslauflesen Abschiedsbrief von Angehörigen.
00:07:59: Also ich stelle gerne auch meine Stimme in Dienst einer Sache oder gebe meinen Stimmstil vertreten für eine Person, die nicht selber mag herstehen und redet.
00:08:13: Für solche Sachen kann man mich sehr gern fragen – das mache ich wahnsinnig
00:08:17: gerne!
00:08:20: Ich stelle mir einen Sitz als ein Glück vor und anderer Sitz auch als eine Herausforderung.
00:08:27: Aber du hast dein Werkzeug oder dein Instrument immer bei dir.
00:08:32: Du kannst immer daran arbeiten und andererseits eben, du hast das was du hast und musst mit dem zu schlagen kommen.
00:08:40: Ja einerseits ist es eine Freiheit ich habe sie immer bei mir und auf der anderen Seite erlebe ich natürlich schon auch Begrenzungen.
00:08:50: also das ist einerseits auch Verkältigen Das schlägt natürlich alles.
00:08:56: Es schlägte überhaupt immer gerade auf die Stimme.
00:08:59: Auch die eigene Befindlichkeit, Tagesform, Morgenabend ... Ja, ich habe gerade keine Power.
00:09:08: Man hört eine Stimme wahnsinnig viel an!
00:09:11: Es kommt auch darauf an, was ich anhabe.
00:09:15: Also auch Bühnenkleidung ist immer ... Einfach was leg ich an in einer Lesung oder wenn ich nicht mehr auftrage.
00:09:22: Auswirklichen.
00:09:23: auf die Stimme habe ich Schuhe, die bequem sind oder drücken.
00:09:28: Sitze ich?
00:09:28: Oder stehe ich?
00:09:30: Fühle mich wohl in den Kleidern oder verkleidet?
00:09:34: Es schlägt gerade aufs Stimm, es drückt und das Stimm geht auf.
00:09:37: Ich bin aufgeregt, nervös, wütend, traurig ... Man hört alles an der Stimme.
00:09:44: Mit dem können wir umgehen.
00:09:45: Manchmal kann man das bewusst einsetzen, ganz gezielt.
00:09:51: Dort will man aber nicht, dass es so klingt.
00:09:54: Man muss Techniken haben, um in das Professionelle hinein zu kommen und dieses Resultat abzuleifen, was man auch will.
00:10:04: Also nicht der Stimm ausgeliefert sein, sondern die Stimme dirigieren, einsetzen bewusst.
00:10:14: Jetzt hast du geschulende Fehlmöglichkeiten, etwas mit dir aus dem Stand herauszumachen.
00:10:21: Aber eben auch du brauchst Vorbereitung.
00:10:24: Als du damals in Kappel am Albis warst, hast du mir ein Foto geschickt auf WhatsApp mit deinem Ausblick, an dem du an den Texten von Andreas Keller gearbeitet hast.
00:10:36: Wie müssen wir uns das vorstellen?
00:10:39: Was bedeutet Vorbereitungen?
00:10:42: Viel Zeit!
00:10:44: Zeit und Ruhe... Ich gehe gerne neu mit hin, wo ich Ruhe habe.
00:10:51: Wo ich kann für mich sein und konzentrieren.
00:10:53: Ich könnte das zu Hause auch, aber es braucht für mich viel mehr Kraft und Energie, mich abzugrenzen und dann auf das Konzentriere, was vor mir liegt im künstlerischen Bereich.
00:11:06: Darum gehe ich gern ins Klosterkappel oder ins Alp-Hütli oder einfach ein Neumen, der ich für mich alleine bin – mit dem Text, den ich bearbeiten möchte.
00:11:18: Und dann leise ich das einfach einmal durch, mehrmals.
00:11:23: Um mich mit einem Text vertraut zu machen um den Bogen der ganzen Geschichte zu haben, damit ich weiss wo fängt es an und wo hört es auf wie ein Streis dazwischen.
00:11:34: Dann geht es darum ganz konkret Abschnitt für Abschnittwort für Wort zum Beispiel Aussprache Wo hat's schwierige Wörter?
00:11:44: Wie sprecht man die aus?
00:11:46: Da muss man manchmal nachforschen, sich zu fremden Wörtern oder in einer anderen Sprache.
00:11:52: Dann schreibe ich die meisten Saison für mich dann her, wie man es ausspricht.
00:11:58: Das habe ich beim Lesen nicht darüber gegeben.
00:12:01: Ich stelle den Text optisch gliedern und gestalten.
00:12:06: Also gerne in einem Word-Dokument.
00:12:08: Wenn es das nicht gibt, schreiber ich den Text alles selber ab.
00:12:12: und wählen eine Schrift, die ich gut kann lesen.
00:12:15: In einer Schriftgröße, in der ich gut lesen kann.
00:12:19: Ich gestalte den Text im Abschnitt, damit es Portionen machen kann, um mich während des Lesens gut orientieren zu können, wo ich bin.
00:12:31: Das ist so die ganz gestalterische Textarbeit.
00:12:35: Und nachher geht's darum, dass ich den Text zum meinem eigenen Text mache mit Zeichensetzungen.
00:12:44: Wo ist welches Wortbeton, also Sinnbetonung innerhalb eines Satzes?
00:12:51: Wo schnauf ich?
00:12:52: Ich mache Atemzeichen.
00:12:55: Drei Tonlage ... In welcher Tonlage fange ich tief an, höher oben, gehe ich auf und ab mit der Stimme innerhalb des Satzes.
00:13:06: Tempi bestimme ich.
00:13:08: Wo ziehe ich an?
00:13:09: Ist eine spannende Stelle ... Ich baue die Spannung auf, dann ist es ein entspanntes Stil.
00:13:15: Dann rede ich ruhiger und beschreibe etwas Aufregendes.
00:13:20: Dann markiere ich mir das auch oder etwas Freudiges.
00:13:24: Dann gibt es einen Smiley.
00:13:26: Also ich tue meinen ganzen Text vollkribbeln.
00:13:30: Ich arbeite mit verschiedenen Farben, ich arbeite eben mit Zeichen.
00:13:35: Ich setze Pausen hinein, wo laut, leislich ... Hier habe ich einfach so meine eigene Zeichensprache, die mir Hilfe, den Text nachher entsprechen können zu lesen.
00:13:46: Wichtig auch, dass ich Koma beachte, Punkt und Fragezeichen.
00:13:50: Die haben allen Sinn – das ist nicht überlesen!
00:13:54: Und dann ganz wichtig immer läsen, läsen und zwar immer laut.
00:13:59: Das leisliche Lesenhilft am Anfang, um sich ein wenig Vertrauen zu machen.
00:14:02: über der Inhalte.
00:14:04: aber noch eine Vorbereitung für eine Lesung, egal ob es podcastisch oder live vor Publikum immer laut lesen.
00:14:13: Denn sich selbst hören ist wichtig und man merkt beim Laut lesen, wo Stolper fallen sind.
00:14:22: Wo muss ich etwas anstreichen?
00:14:26: Ja, wenn ich am Leisling lese.
00:14:28: Nicht drüber stockeln würde.
00:14:31: Das ist die Vorbereitung im stillen Kämmerli für mich.
00:14:37: Es ist offensichtlich ... dass es zu diesem intensiven, höheren Erlebnis kommt.
00:14:43: Dass ganz viel drin steckt und eben auch viel Vorbereitung, viel Wissen aber auch wirklich viel Handwerk.
00:14:51: Eben sich die Notizen machen und Zeichen zu machen Und ich gehöre bei dir an aus Du machst etwas mit dem Text und der Text macht etwas mit dir Wer beeinflusst werden stärker.
00:15:08: Das kommt sehr auf den Text drauf an und auf den Kontext, auf die Situation.
00:15:17: Ganz klar ist es, dass ich mich mit jedem Text auseinandersetzen muss und zu meinem Text machen, damit es flüssend vorn rauskommt.
00:15:31: Aber jetzt zum Beispiel bei Nachrichten lesen.
00:15:35: Da ist ganz klar der Text im Vordergrund.
00:15:41: Inhalt und nicht um mich als Person.
00:15:43: Ich bin Mittel zum Zweck, aber es ist eine reine Inhaltsvermittlung möglichst neutral.
00:15:49: Und meine Meinung ist nicht gefragt.
00:15:51: Es geht nicht um Interpretation.
00:15:53: Hier ist wirklich reine Information unter Text bestimmt.
00:16:00: Bei Abtankungen, Lebenslauf, Abschiedsbriefen von Angehörigen oder die Verstorbenen geschrieben haben, wenn ich das lese, ist auch ganz klar ... Text, der bestimmt und ich leide die Stimmen dazu.
00:16:19: Ich darf mich aber von diesem Text berühren lassen.
00:16:24: Nicht, dass ich den so nachrichtemässig als Informationsvermittlung bringe, sondern man darf merken, das ist persönlich.
00:16:32: Da darf eine Wärme in der Stimme sein.
00:16:35: Berühren lassen nicht, damit ich anfange zu brüllen oder zu traurigen werde ... Aber es wird einfach persönlich.
00:16:43: Aber ganz klar auch ich als Person im Hintergrund.
00:16:46: Es geht nicht um mich und was ich denke, sondern ich stelle einfach die Stimme zur Verfügung von diesen Angehörigen.
00:16:57: Dann bei einem Roman in einer Lesung eines Romans oder bei Gedicht, da bediene ich mich natürlich sehr beim Text und interpretiere hier.
00:17:10: Da bringe ich mich sehr ein.
00:17:14: und warieren mit der Stimme, spielen mit den Stimmen.
00:17:18: Hier ist es gegeben und es nahe in diesem Bereich.
00:17:22: Wenn es jetzt aber eine Tagebuchlässung ist ... Ist es wieder anders?
00:17:27: Da interpretiere ich nicht, da geht's wieder nicht um mich sondern hier lege ich einfach die Stimme dieser Person, die das aufgeschrieben hat.
00:17:36: und meine Aufgabe ist, diese Person möglichst gerecht zu werden dass ich das überbringe, was sie erlebt hat.
00:17:43: Was ich denke und fühle in einer Lebendigkeit aber nicht eine Interpretation.
00:17:52: In diesem Sinne.
00:17:53: Dann gibt es die eigenen Texte, die ich selbst schreibe und auf der Bühne bringe.
00:17:57: Dort schmilzt sowieso alles zusammen.
00:18:00: Es geht und es lässt sich dann gar nicht mehr trennen.
00:18:03: Wo fängt der Text an?
00:18:05: Und wo heue ich auf?
00:18:06: und umgekehrt?
00:18:07: Das ist für uns alle
00:18:09: zusammen.
00:18:09: Jetzt sind wir ja da ... Bei den Tagebüchern von Andreas Keller noch etwas ganz Spezielles.
00:18:17: Es handelt sich um Texte, die zuhundert Jahre alt sind.
00:18:21: Er hat seinen Ur-Enkel Gottfried Keller in seine Zeit genommen aber auch diese Formulierungen sind für uns immer noch hundertjährig und ich denke auch er der Gottfried-Keller hat nicht alles modernisiert.
00:18:37: Also eine kleine Mischung zwischen die zweihundertjährigen Worte und hundertjährige Worte.
00:18:44: Was war jetzt für dich bei dieser Lesung mit solchen Tagebuchseiten anders gewesen als sonst?
00:18:52: Es ist schon ... Ja, die Sprache!
00:18:54: Die Sprache war echt eine Herausforderung.
00:18:57: Ich habe noch nie eine Lesung gemacht mit so einer alten dünnlichen Sprache.
00:19:03: Es war anstrengender.
00:19:06: was vorzubereiten, zum Teil einfach auch die knorrigen Schachtelsätze entwirren.
00:19:15: Um zu überlegen... Was ist jetzt die genaue Aussage?
00:19:19: Wo ist die Betonung?
00:19:20: Was sind Zusatzinformationen?
00:19:22: So dass es das ganze Anfang und Ende hat.
00:19:25: Und die Herausforderung ist ja, dass der Hörer, die Hörerin gehört das einmal!
00:19:30: Und sie muss das verstehen können.
00:19:32: Gut bei einem Podcast kann man zurückspulen.
00:19:35: Aber der Anspruch ist schon, dass man versteht, wenn ich etwas vorließe.
00:19:40: Ich musste zum Teil diese Sätze x-mal lesen, bis ich daraus gekommen bin in welchem Zusammenhang.
00:19:47: Und was ist jetzt die wichtige Aussage?
00:19:50: Um mir das mit Anzeichnen und Pausenden und Betonungen so zu gestalten ... Dass man die Sprache versteht... Ja, es ist ja noch ein lustigeres Het zum Teil wirklich Wörter, die wir uns nicht mehr gewöhnt sind.
00:20:07: Es spricht einfach niemand mehr so, wie das geschrieben ist.
00:20:10: und ich habe es auch gemerkt jetzt beim Lesen, wie ein Hirni probiert manchmal automatisch zu korrigieren oder in vertrottene Formulierungen hineinzukehren.
00:20:21: Wie bei dem Lesen schaue ich schon immer etwas voraus und das Maul schwetzt hinten rein.
00:20:26: und dann probiere ich das Hirni manchmal automatische Sachen zu korrigieren auf unsere heutige Sprache.
00:20:34: Wenn ich mich wieder anschreibe, nein, das ist jetzt die alte Dümmer.
00:20:37: Das muss so stehen.
00:20:39: Und es ging auch darum, dass sich diese Sprache beinhaltet.
00:20:43: Es ist auch der Reiz und macht den Charme aus dieser Lesung.
00:20:47: Er hilft uns in diese Zeit hineinzusetzen.
00:20:52: Diese alte Sprache hat einen Reiz?
00:20:56: Ja!
00:20:56: Ich habe sie gerne bekommen.
00:20:58: im Laufe der Zeit.
00:20:59: Ich finde, sie hat ihre eigene Charme und ich finde es schön, dass man sie jetzt nicht korrigiert hat und übersetzt auf unseres heutigen Deutschs.
00:21:09: Was für mich sehr eindrücklich war und das ist mir im Voraus nicht bewusst gesehen.
00:21:16: Du hast in den Texten eine Stimme verleiht und bei diesem Schaden von dem Tagebuch noch getitzt, die wirklich Gedanken waren von einem Menschen Und wenn diese ausgesprochen werden, dann kommen sie einem enorm näher.
00:21:32: Das war für mich ein sehr intensives Erlebnis, als ob Andreas Keller, der vor zweihundert Jahren gelebt hat, also ob man neben ihm am Schreibtisch stehen würde und ihn beim Denken zulassen würde.
00:21:48: Das fand ich sehr eindrücklich und sehr intensiv.
00:21:53: Ich kann noch etwas dazu sagen wie das für dich als Lesserin ist...
00:21:58: Ich habe es ähnlich erlebt.
00:21:59: Ich habe jetzt so lange mit Andreas Keller gelebt und wir haben uns wirklich gegenseitig begleitet in den letzten Monaten und Wochen.
00:22:10: Und er ist mir sehr nahe gekommen, auch weil er eine gute Sprache hat.
00:22:16: Er ist ein guter Beobachter.
00:22:17: Er kann gut formulieren.
00:22:21: Er hat mich wirklich so mitgenommen in seinen Alltag Und er hat nicht hochgestochen ... Theologisch geschrieben, sondern er hat wirklich aus seinem Leben erzählt.
00:22:34: Er hat auch Gefühle gezeigt.
00:22:37: Das hat mich sehr überrascht.
00:22:40: Er ist zu Gefühl gestanden und hat seine Liebesgeschichte erzählt.
00:22:46: Es schreibt, wenn er etwas verrückt machte oder ... Er macht sich auch nicht besser?
00:22:54: Für die Nachwälder entsteht zu seinen Fehler oder seine Unzulänglichkeiten.
00:23:01: Und das hat ihn mir so nahe gebracht, er ist ein bodenständiger Mann, der aus seinem Familienlebenbefahrer erzählt war.
00:23:16: Es hat natürlich vieles, was mir fremd ist ... Die kriegerische Situation, die unstabile politische Situation.
00:23:24: Unmittelbar!
00:23:25: Dann wurde es zum Alustreich, dann sind sie wieder Franzosen... Also die Schweiz hat uns gefühlt, weil wir es heute kennen, das gab es noch nicht.
00:23:33: Und wie man mit dieser Unsicherheit umgeht?
00:23:36: Politisch, finanziell, prekär... ...dann manchmal schon so Sachen wie Nur schon auf Winterthur oder schon nach Hause, da kannst du nicht schnell mit dem Zug oder dem Auto.
00:23:50: Der war unterwegs, Russen wagen und dann zu Fuss.
00:23:54: Und das brauchte Zeit.
00:23:57: Das sind so wirklich fremde Aspekte, die ich auch Respekt überkomme für sein Wirken, wie er mit diesen Umständen umgegangen ist.
00:24:13: Ja ... Er wurde sozusagen ein Begleiter.
00:24:17: in den vergangenen Monaten?
00:24:21: Es ist so, ich glaube es kattiert wie mir.
00:24:24: Er wird dem sympathisch und ich glaube er hat es blöde gesagt verdient, dass er dem sympathische wird.
00:24:32: So wie er erzählt und berichtet.
00:24:34: Ja, er wird
00:24:34: so menschlich!
00:24:36: Ich habe das Gefühl, ich bin per du mit ihm oder wir haben ziemlich schnell Dutzis gemacht auf jeden Fall.
00:24:43: Also ja und der wird dem synthetisch eben nicht einfach nur schreibt, wie gut er ist und dass er alles toll gemacht hat.
00:24:52: Sondern nein!
00:24:53: Er schreibt einfach ganz ehrlich mit den schönen Seiten positiven, mit der schwierigen Seite... Und er wird einem oder wir schon natürlich auch kommen können, weil er schreibt von Einlauf, Agassol, Kielburg, Besiker Ricken, unserer Kille vom Pfarrhaus.
00:25:13: Das hat etwas mit mir zu tun.
00:25:19: Das ist meine Zuhause, da wohne ich.
00:25:22: Ich lebe an diesen Orten und kenne diese Kille.
00:25:26: Die steht heute noch dort, das Pfarrhaus.
00:25:28: Das gibt es immer noch.
00:25:30: Und das ist schon eindrücklich!
00:25:33: Dass hier immer noch weitergelebt wird und er ein Teil Grundlage geleitet hat, die wir jetzt darauf aufbauen dürfen ... Er lässt uns mit dem Tagebuch einen Teil dieser Geschichte
00:25:50: haben
00:25:51: lassen.
00:25:51: Es ist nicht einfach eine Geschichte von irgendwo, sondern es ist hier ein Teil unserer Geschichte.
00:25:57: Es ist schon sehr interessant wie die Zweihunderte Jahre immer wieder verschwinden und wir ihnen fast alle Zeitgenoss empfinden.
00:26:06: Wir können gleich zwei Beispiele sein.
00:26:08: Gewisse Sachen sind total anders in der fremden Welt und bei gewissen Sachen muss man sagen, dass es noch genau so ist.
00:26:16: Die Jungen, die aufmüpfig sind oder wo man Grenzen setzen muss.
00:26:21: Man muss sie disziplinieren und in den Kinderlehren ... Ja, diese Jungen sind immer voller Leben!
00:26:29: Egal, wenn wir Zeit gebrochen werden, dass es sich stattfindet, was die Jugend verbracht hat.
00:26:34: Oder er will neue Lieder einführen in den Kielen?
00:26:38: Er will das Reh von jedem Gesamtbuch einführen.
00:26:41: Früher singte es nur so psalmen.
00:26:43: Und er wünscht sich Orgeln.
00:26:46: und nachher die Schwierigkeiten von wenn, aber und gibt's ein Orgel?
00:26:50: Ja, dann hört man den Gesang nicht mehr.
00:26:54: Und es gab am Schluss keine Orgeln zu seiner Lebzeit.
00:26:57: Er hat das nicht mehr erfahren.
00:26:59: Oder eben neue Lieder einführen mit dem neuen Killegesangbuch.
00:27:02: Ja!
00:27:03: Man hat die gleichen Diskussionen auch heute – mit Änderungen, Neuerungen.
00:27:09: Das ist glaube ich einfach auch der Mensch.
00:27:11: Und das macht ihn auch noch so sympathisch ... Da vergisst man die Zweihundert Jahre.
00:27:16: Dann merkt man, dass sich die menschlichen Diskussionen an einem Thema arbeiten und die Prozesse noch genau gleich
00:27:28: finden.
00:27:30: Für dich in deinem vielen Beschäftigten hat es auch einen Stil gegeben oder besonders wichtig?
00:27:36: Oder besonders lieb oder einfach besonders worden ist?
00:27:41: Ein Stell, das ist ein kleines Detail aber ... Dort merkt man seine Ehrlichkeit.
00:27:48: Es ist eine wunderbare Stelle, um zu lesen, weil es dramatisch ist.
00:27:52: Er steht auf einem Gerüst in den Kielen und wird renoviert inwendig.
00:27:57: Der Schwellmeister malet neue Schritte an die Kielen.
00:28:02: Andreas Keller geht ihn besuchen, um das anzuschauen.
00:28:04: Sie sind beide auf dem Gerüst.
00:28:06: Und dann wackelt plötzlich das Gerüst und sie gehen oben und oben auf die Kilenbank.
00:28:12: Praktisch unverletzt zum Glück, aber das ist ihm ... Andreas Keller, ziemlich eingefahren.
00:28:18: Und ich finde ... Wenn er einfach den ganzen Sturz und Umfall beschreibt... Und wenn er so nicht gefasst ist auf dem Moment von Tod und können sterben, das beschäftigt ihn.
00:28:33: Und es beschäftigt ihm, dass der Lehrer, der hier am Malen ist beim Abgekehren Herr Jesus, Herr Jesus riecht!
00:28:42: Und ihm als Pfarrer kommt das überhaupt nicht in Sinn.
00:28:45: Gott kommt nicht ins Sinn, in dem Moment des Falles und er fliegt schwiegend auf die Killebänke.
00:28:55: Er ist so ehrlich und schreibt das.
00:28:56: Mir als Pfahrer kommt nicht einmal in den Sinn Jesus im freien Fall.
00:29:03: Das finde ich eine wunderbare Stelle.
00:29:05: Wunderbar, wie er ehrlich ist und das überliefert tut ... Ich glaube, eine andere Stelle, in der uns Bedi jedes Mal wieder sehr berührt ist wie er von Ihren Abschied nimmt.
00:29:20: Und
00:29:21: wo ich heute den Eindruck hatte – also das erste Mal zu sagen, was er damals ausgesprochen hat, wirkt und da gibt es.
00:29:30: Er machte unser Geschenk auch mit seinem Blick.
00:29:34: Und wenn man all diese Texten liest sehr schwierig und wie viele Herausforderungen das auch erlebt hat.
00:29:41: Und wie viel Streit, was man einmal zu leiden hat, aber im Schluss geht er mit einem Sagen?
00:29:50: Ja ich finde den Schluss kann man nicht toppen.
00:29:53: So wie er das geschrieben hat mit dem Sagen – es gibt so eine Verbindung aus seiner Zeit zu unserer heutigen Zeit und fast alles zusammen.
00:30:05: Und unter diesem Sagen stöme ich.
00:30:08: Der hat immer noch Gültigkeit, das ist eine bohre Aktualität.
00:30:12: Und es ist ganz eine schöne Verbindung.
00:30:14: Also so weit zu diesen Texten, zu den Tagebüchern von Andreas Keller.
00:30:21: Du hast noch ganz viele weitere Sachen, die du dich engagierst bei uns in der Kille gemeint.
00:30:27: Etwas ganz besonderes ist der Lektorinnen- und Lektordienst, wo in jedem Gottesdienst ja ein bis zwei Bibeltexte Klassewerte, die du dafür sorgst, dass Freiwillige deine Aufgabe übernehmen.
00:30:45: Ich möchte fragen, was bedeutet dir die Lesung von diesem Bibeltext?
00:30:52: Für mich ist es ein wichtiges liturgisches Element in jedem Gottesdienst.
00:30:59: Ein tragender Fehler.
00:31:01: und das Schöne finde ich auch und das Wichtige finde ich, dass es in jedem Gottesdienst kommt die Lesung, egal ob sie jetzt einen traditionellen Gottesdienst ist oder einen sogenannten modernen.
00:31:15: Es gehört einfach dazu, dass es ein Teil des Gottesdienste treibt.
00:31:22: Ich finde man merkt das, dass ihr miteinander im Austausch seid und auch, dass diese Gruppen von Freiwilligen die Möglichkeit hat auf dich zuzukommen.
00:31:33: Was sagst du?
00:31:33: Was macht eine gute Lesung in den Gottesdientsten aus?
00:31:38: Also ganz klar ... dass man sie akustisch und inhaltlich versteht.
00:31:43: Und das geht es.
00:31:45: Würdest du sagen, ob jemand den Text verstanden hat oder nicht?
00:31:51: Wenn er vorgelesen wird...
00:31:53: Die Person, die selber liest ... Ja, man merkt's!
00:31:57: Das ist auch immer egal was man liest.
00:32:03: Ein Bibeltext ist oder wenn man neumt, etwas laut von Leuten vorlesen muss.
00:32:09: Man muss den Text selbst verstehen.
00:32:12: Man sollte nicht immer einverstanden sein mit dem Inhalt.
00:32:17: Aber man muss verstehen was es geht.
00:32:19: Ganz klar ja!
00:32:22: Ich merke manchmal bei den Lektorinnen und Lektoren wir sind so unter der Fingernägel juckt wie sie noch gerne etwas mehr zu diesem Text würden sagen.
00:32:31: Also wie wirklich all die Bibeltexte dazu reizen, dass man über sie nachdenkt und etwas dazu sagt.
00:32:39: Aber eben auch der grosse Wert, dass so ein Gewicht auf die Lesung gesetzt wird.
00:32:46: Jetzt für alle Hörerinnen und Hörern gibt es einen Tip, den du sagst, wenn man das weiss, dann liest man automatisch schon etwas besser.
00:32:58: Ein einziger!
00:33:01: Oh!
00:33:04: Ich begrenze mich auf zwei.
00:33:08: Döttliche Artikulation und Pause.
00:33:15: Es gibt noch ganz viel mehr, aber das sind zwei wichtige Fehler.
00:33:21: Und mit dem sagst du, ein Text braucht Luft?
00:33:24: Ein Text braucht ... Ja... Nein, wenn du sagst Luft, dann habe ich die Luft oben.
00:33:31: Das ist ja nicht der Sinn.
00:33:32: Ein Text muss ausschnufen Das.
00:33:37: Ausschnufen, dann geht die Stimme runter in die Tüfe, die dreht besser.
00:33:42: Man hat selber einfach mehr Ruhe und Pausen einen Ja-Satz abschliessen, pausen, kommen, pausa... Man hat Tendenz, Nervosität und auch noch zuzukommen.
00:33:57: Möglichst schnell drüber und möglichst schnell fertig.
00:34:00: Und Verständlichkeit hat ganz viel mit Ruhen.
00:34:05: Pausen zu tun, ausschnufen.
00:34:09: Also wir schätzen das sehr die Gruppen von Lektorinnen und Lektoren wo da ist und treu diese Aufgabe in jedem Gottesdienst übernimmt Und selbstverständlich sind herzlich willkommen neue Freiwilligen.
00:34:27: Du darfst einfach auf Andrea Joost zugehen, du darfst dich bei ihr melden mit ihrer Gespräche Wenn du vielleicht unsicher bist, ob du das sehr gerne begleiten kannst und es mit dir anschauen kannst.
00:34:42: Wir freuen uns sehr über neue Gesichter in dem Lektorinnen- und Lektorendienst.
00:34:48: Dann möchte ich noch ein paar andere Sachen ansprechen zum Beispiel das Weihnachtsmorgen singen.
00:34:54: Ist es das Einenvierzigste oder das Zwei-Vierzigste Mal, wo der Sitze stattfindet?
00:34:59: Vierfünfzigste mal.
00:35:02: Aber ich mache es irgendwie etwas über dreißig.
00:35:05: Ich weiss jetzt nicht genau.
00:35:06: Ja aber es gibt's dieses Jahr zum Vier-Fünfzigsten Mal!
00:35:10: Und ich glaube... Der Zweck von diesem ist im Grunde immer der gleiche geblieben.
00:35:16: Nämlich ein Freude machen an dem Vierzwanzigsten Dezember am Morgen.
00:35:23: Den Leuten Freude zu machen und sich selbst auch.
00:35:26: Es ist klar, dass gegenseitig beschenkt wird.
00:35:29: Also ganz kurz, es wird nach Morgensingen, das findet am fünfundzwanzigsten Dezember statt.
00:35:35: Am Morgen von fünf drei Uhr trifft man sich im Bahnhof.
00:35:39: Dann laufen wir mit Fakten etwa drei Stunden durch eine Freitagentour bis ein Jahr auf der einen Seite der Baden-Ninien immer noch anderer Jahre auf der anderen Seite.
00:35:49: Wir werden dann mal etwas anwechseln Wir haben unsere Routen und singen Weihnachtslieder.
00:35:57: Es ist wirklich ein gegenseitiges Beschenk werden.
00:36:02: Es sind spezielle Weihnachtserlebnisse in dieser dunklen Nacht, das findet bei jedem Wetter statt.
00:36:10: Einfach singen ... Und dann zu merken, dass da und dort steht jemand vom Fenster oder auf dem Balkon und lässt zu.
00:36:20: Je später der Morgen wird, desto eher riecht jemand oben runter.
00:36:24: Danke, schöne Weihnachten!
00:36:27: Und ja, diejenigen, die es gehören gehören.
00:36:29: vielleicht liegt viel einfach auch im Bett.
00:36:31: Wir haben keine Ahnung und sie singen einfach diese Weihnachtslieder.
00:36:40: mehr Stimmung.
00:36:42: Es ist ein bunt zusammengewüffelter Chor.
00:36:43: wir sind immer etwa vierzehn Leute plus minus von kleinen Kindern bis achtzigjährigen Und der Abschluss ist immer im Brückwissen.
00:36:53: Dort machen wir ein Platzkonzert, warten die Leute damit bereit schon den Bewohnerinnen und Bewohner auf dem Balkon oder an der Fenster zu singen.
00:37:01: deinen Weihnachtslieder natürlich auch in Personal.
00:37:03: Die freuen sich auch.
00:37:05: Anschließend treffen wir uns in Kiel in dem Rappbook.
00:37:08: Da gibt es noch einen gemeinsamen Morgen.
00:37:10: Am zehn Uhr ist das alles dann vorbei.
00:37:14: Es ist öffentlich für alle zugänglich sind alle willkommen.
00:37:20: Wir machen zwei Proben, zumal wir die Lieder ein wenig auffrischen.
00:37:23: Es sind jedes Jahr gleiche Lieder.
00:37:25: Klar, Weihnachtslieder!
00:37:27: Jetzt dieses Jahr treffen wir uns am sechsten und am drittzwarten Dezember an einem Sonntag um den vierten Tag um elf bis vierte Tage zu wölfen in der Kielene Freitäkertschuldigung.
00:37:38: Man kann sich melden.
00:37:39: Informationen gibt es auf dem Sekretariat oder man kann sich bei mir melden.
00:37:44: Und gerade noch etwas finde ich wirklich auch noch schönes.
00:37:47: Es gibt Leute, die treffe ich Einmal pro Jahr.
00:37:51: Und das ist am morgeln am Vierzehntag im Bohnhof.
00:37:55: Das sind Leute, die mit Weihnachtsmorgen zum Teil aufgewachsen sind und wegzügelt sind um für den Anlass zurück hierher zu kommen.
00:38:02: Weil es einfach ein Stück Weihnachten ist für sie eine Stück Tradition.
00:38:08: Es gibt Menschen, die als Kind dabei waren und jetzt erwachsen sind.
00:38:11: Und selbst auch schon wieder Kinder haben und mit diesen Kindern kommen.
00:38:15: Es ist etwas Besonderes berührendes wie ein nachtliches.
00:38:22: Wenn jetzt jemand, der zugelassen ist und noch nie von diesem gehört hat und jetzt es packt hat und er will das erleben, was muss man machen?
00:38:31: Sich bei mir oder bei jemandem mitmachen oder einem Sekretariat melden, um zu schauen ob es möglich ist an eine Probe zu kommen.
00:38:39: Es dürfen aber auch Leute kommen, die z.B.
00:38:41: nicht gerne singen.
00:38:42: Wir brauchen auch Faculträgerinnen und Träger.
00:38:46: Also man darf auch einfach nur am fünffentzwanzigsten kommen, man muss nicht an die Probe kommen.
00:38:50: Man darf einfach dabei sein!
00:38:52: Man darf auch ganz niederschwellig ohne sich anzumelden oder Kontakt aufnehmen, am füffentwenzigsten der Fünf- und Drei-Sieb-Panofefrettung hier stehen.
00:39:01: Und er wird – er oder sie wird – willkommen heissen mitgenommen und gehört dazu von Anfang an.
00:39:08: Das ist ein besonderes Erlebnis am Weihnachtsmorgen.
00:39:12: Ein anderes Gefäß was du mit hauptverantwortlich bist.
00:39:17: Das heisst heute Nachtklang, das war früher als Tesevier bekannt.
00:39:24: Verzähl uns etwas zur Nachtklange!
00:39:26: Es steht schon im Wort drin, dass T ist so ein Klammeren-Nachtklang – es ist so wie ein Wortspiel.
00:39:35: Es ist eine Vier mit ganz viel Stille.
00:39:39: Es lebt vor allem von der Stille Und von einem vielstimmigen Gesang, eben so diese Lieder.
00:39:46: Leisling begleitet mit vom Dominik-Kennig am Piano, findet einmal pro Monat statt an einer Sonntagabung am Siebne, geht etwa so vierzehn Minuten.
00:39:59: Man kommt innen und sitzt ab, ist einfach ruhig.
00:40:04: Dann sinkt man ein Lied, es gibt wieder eine Stille namens das Lied.
00:40:08: Also in der Mitte gibt es etwa eine Zehnminutesstille Um einfach anzukommen, die Woche, in der es war, ausklingen lassen.
00:40:17: Sich einstimmen auf die neue Wochen, die kommen vor Gott zu sein und still werden.
00:40:24: Nichts müssen einfach sein.
00:40:27: Und so den Summertour sind wir in Kiel-Gebirg.
00:40:31: Und jetzt im Winter durchzügeln wir dann wieder in Kopala Ricken.
00:40:35: Das findet so in diesen beiden Räumlichkeiten statt.
00:40:39: Es ist auch offen für alle die Stille aushalten und ausprobieren wollen, mit viel Stille.
00:40:48: Leute, die das Bedürfnis haben, zur Ruhe zu kommen und stilwerden.
00:40:55: Ich erlebe immer wieder, dass Leute das Gefühl haben, sie dürfen nicht kommen, weil sie sonst auch nie kommen können.
00:41:05: Wie ist es bei den Nachtklangen?
00:41:07: Wenn jemand mal ein Zuhause hat, aber gleichzeitig hemmt man, wie ist das?
00:41:14: Es ist ein niederschwelliges Angebot.
00:41:16: Man geht keine Verpflichtung ein.
00:41:19: Man darf auch einfach mal kommen und nachher merken, es sei nicht für mich und dann kommt man nicht mehr.
00:41:26: Man dürfe unregelmäßig kommen, wenn man zusammen gelustet oder Zeit hat.
00:41:31: Es gibt keinen Verpflichtungen.
00:41:33: Man muss auch mit niemandem reden.
00:41:35: Man kann einfach stillkommen, man muss auch nicht mitsingen.
00:41:38: Man könnte einfach innen sitzen, dabei sein und rausgehen.
00:41:45: Wirklich in aller Freiheit.
00:41:49: Man muss nicht zu den kleinen gehören... Nein, es ist einfach Hoffnung für alle, wirklich für alle zum Bedürfnis haben, so Ruhe anzukommen und zu sein.
00:42:04: So wie ich davon gehöre und wie ich ihr erlebe, denke ich, ihr macht das auch für euch?
00:42:10: Oh ja sehr!
00:42:13: Manchmal ist es eine Frage, wie viele Leute kommen dann an mich?
00:42:16: Und wie viele sind denn da?
00:42:18: Wir haben gemerkt, dass es gar keine Rolle spielt.
00:42:21: Ob jetzt etwa fünfzehn Menschen hier sind, ob etwa zwanzig Leute hier sind.
00:42:25: Ob neun Personen.
00:42:26: Es steht schon in der Bibel, wo zwei oder drei sind und wir sind im Team vier.
00:42:31: Also ... Wir haben die volle Berechtigung.
00:42:35: Das ist wirklich so.
00:42:35: Wir machen das für uns, weil es unser Bedürfnis ist, ein Gefäß zu haben Von diesen Liedern, weil wir gerne singen und vielstimmig singen.
00:42:46: Das Repetitiven werden die Lieder wiederholen und wiederholten und wiederholt.
00:42:52: Man lernt diese Lieder so auch kennen.
00:42:54: Es sind über lange Zeit manchmal immer die gleichen Lieder.
00:42:59: Und nachher einfach auch die Stille.
00:43:02: Wir machen das wirklich für uns, weil es uns gut tut.
00:43:06: Wir tanken auf, wir fahren ... Ich muss von mir in den Tanken auf, ich kann abgefahren und loslassen.
00:43:13: Lär werden ... Und werde gleichzeitig auch gefüllt.
00:43:21: Ich merke immer wieder, dass ich auch die Heistil sein könnte oder nicht.
00:43:28: Aber ich mache es nicht oder wenn ich es mache, ist nie eine Gleichung wie wenn man miteinander stelle sein kann.
00:43:35: Es hat eine andere Dichte.
00:43:37: Es verbindet?
00:43:39: Ohne das man muss reden, ohne dass wir einen Kontakt aufeinander nehmen.
00:43:43: Wir machen es für uns und laden dazu herzlich ein.
00:43:48: wer wird darf mit uns zusammen still sein.
00:43:54: Wunderbar!
00:43:55: Und weitere Informationen gibt's auf der Flyer in den Kirchen oder in die Gemeindezeitschrift der Google Post oder auf der Webseite www.refilef.ch.
00:44:10: sicher auch weitere Projekte, die damit unterwegs sind.
00:44:14: Was läuft aktuell bei dir?
00:44:16: Das möchte ich gerne von zwei Sachen erzählen.
00:44:19: Seint ist ein Podcast.
00:44:22: Stillleben heisst er geht es wieder um stille.
00:44:26: Das ist ein podcast für christliche Meditation geht etwa so fünfzehn Minuten zum zu ruhigen Stil werden und dann gibt's seit dem Vierundzwanzig und alle vierzehr Tage raus.
00:44:39: Er produziert von RFmediaschweiz und netzkloster.ch.
00:44:44: Simon Meindreich, unser Pfarrer hier aus dem Gemeinde, ist ja zugleich noch Netzabt vom Netzkloster.
00:44:51: Er schreibt Meditationstexten und ich bin die Stimme dazu in diesem Podcast.
00:44:59: Aufnehmen darf ihr dort im RF-Studio.
00:45:03: für mich eine tolle Arbeit zu machen.
00:45:08: im Moment noch Werbung für den Podcast machen.
00:45:11: Vielleicht interessiert das da rein oder die anderen.
00:45:15: Ein Stillpunkt Leben findet man überall, wo es Podcast gibt.
00:45:20: Das ist ein Herzensprojekt von mir.
00:45:23: und das zweite.
00:45:24: Es ist ein Bühnenprogramm, der jetzt am Ende steht.
00:45:27: D.h.,
00:45:28: Querfeld aus.
00:45:31: Und dann haben wir Premieren, um den Januar XXI zu fredigen ... und steigt nachmittags im Statussaal, ist im Rahmen von Lebensphase drei.
00:45:42: Wir wollen mit dem Programm auch weiterhin noch einen anderen Ort spielen können.
00:45:47: Es ist jetzt am Entstehen.
00:45:51: Man macht es vom Trio Sela aus.
00:45:52: Das sind zu Sanyona, der Clarinet, Regula Doudache, Klavier und ich mit eigenen Texten, so ein bisschen verquert und verspielt Musiktextprogramm – querfällt aus!
00:46:04: Das ist gerade aktuell.
00:46:06: Am Entstand.
00:46:08: Wunderbar!
00:46:09: Andrea, ich möchte dir zum Schluss noch ein paar Begriffe herwerfen und du kannst einfach spontan sagen was dir dazu im Sinn kommt.
00:46:19: Ein Satz oder eine Erinnerung, ein Bild oder auch einfach nur ein Wort wie du willst.
00:46:27: Der erste Begriff Kille-Keyburg
00:46:32: ist zu einem neuen zusätzlichen Dihau geworden.
00:46:37: Der nächste Begriff ist Salmen.
00:46:39: Ein unvergänglicher Richtum wird für in allen Lebenslagen.
00:46:50: Man hat schon ein paar Mal gehört, Stille.
00:46:57: Für mich Nahrung für Körperseel und Geist.
00:47:03: Und der letzte Begriff reformiert?
00:47:10: Es weint doch mit Ja, Weite und Freiheit!
00:47:18: Andrea, ich möchte dir ganz herzlich danken für das Gespräch.
00:47:23: Aber wir haben einen reichen Einblick bekommen auch für all dieses weitere Engagement in dieser Kirchengemeinde und auch darüber hinaus.
00:47:34: Wer Andrea Justt mit den Texten hören will, findet die verschiedenen Folgen hier im Podcast-Kanal Giraffen Tränke oder hat viele weitere Möglichkeiten.
00:47:47: Wer noch teuer für WTIT-Auchen in Dagebüchern, kann das machen auf der Webseite revilev.ch, da gibt es eine Untereinheit zu den Dagebuchseiten von Andreas Keller mit den Texten und eben Podcasts Hinweise und auch mit den Hintergründen und weitere Informationen zum Andreas Keller.
00:48:11: Ich danke ganz herzlich für ... zuzulassen und einfach noch eine Stirn, Andrea.
00:48:18: Für deine Mitwirkung, dein Mitarbeiten und auch mit Freude und mit Schöpfen aus diesem Schatz.
00:48:27: Ja, dass du dabei warst.
00:48:29: Danke und bitte gerne geschehen!
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