Tagebücher - Pfarrer Andreas Keller in Illnau
Shownotes
Die Tagebücher von Pfarrer Andreas Keller (1765–1835)
Andreas Keller war während 39 Jahren Pfarrer in Illnau. Seine umfangreichen Tagebuchaufzeichnungen erzählen nicht nur von seinem persönlichen Leben und seinem Pfarramt, sondern machen die grossen Umbrüche seiner Zeit aus einer ungewöhnlich unmittelbaren Perspektive erfahrbar.
Lesung: Andrea Jost (www.andrea-jost.ch)) Moderation und historische Einordnung: Pfr. David Scherler
Mehr zu Andreas Keller und die Texte zum Nachlesen: https://www.refilef.ch/kellers-tagebuchseiten
Transkript anzeigen
00:00:20: Herzlich willkommen zu diesem Podcast.
00:00:23: Mein Name ist David Scherler, ich bin Pfarrer in der Reformierten Kirchengemeinde Ilnau-Effrediken.
00:00:30: Wir hören in dem Podcast Lesungen von den Sprecherinnen und Theaterschaffenden Andrea Juste.
00:00:41: Wir haben in Ilnaueffredigen einen grossen Schatz.
00:00:46: Vor rund zweihundertdreißig Jahren ist der Pfarrere Andreas Keller ins Pfarramt nach.
00:00:53: Ilnau kam und schrieb in dieser Zeit einen Tagebuch.
00:00:57: Ich freue mich sehr, in diesem Podcast einen kleinen Ausschnitt aus seinen Aufzeichnungen hörbar zu machen.
00:01:06: Ich wünsche Ihnen ganz viel Vergnügen!
00:01:10: Die Zeit, die Andreas Keller darin gelebt hat war eine zeitvolle Umbrüche und Spannung.
00:01:19: Die alte Eigenossenschaft ist zerbrochen Neue Idee und Macht hat das Land verändert, Krieg- und politische Konflikte haben Europa erschüttert.
00:01:32: Und mit dieser Zeit schrieb der Pfarrer Andreas Keller in Ilnau Tagebuch.
00:01:40: Die Aufzeichnungen geben unseren faszinierenden Einblick in eine Welt, die zeitlich weit entfernt ist und uns durch diese Aufzeichnung erstaunlich näher
00:01:52: kommt.".
00:01:53: Wenn man Andrea Joost lesen gehört, kommt es einem vor, als ob man direkt neben dem Schreibtisch von Andreas Keller steht und ihm beim Denken zuzulassen kann.
00:02:07: Warum hat er Andreas Keller Tagebuch geschrieben?
00:02:11: Aus der verschiedenen Aufzeichnungen habe ich den Eindruck bekommen, dass es einerseits ein gesundes Stolz ist.
00:02:20: Er war schon als junger Mensch bewusst ... dass sein Lebensweg nicht selbstverständlich ist.
00:02:26: Ich denke, er hat vermutet, dass seine Wege so wird weitergehen und dass er nicht nur eine Theologie-Studente sondern Pfarrer werden wird und dann sogar vielleicht Antistes der höchsten möglichen Pfarrern z.B.
00:02:45: den Münsterpfarrern in Schaffhausen.
00:02:49: Und das war alles andere als selbstverständlicher.
00:02:52: Er wurde nämlich in einer einfachen Handwerkerfamilie geboren.
00:02:58: Dass ein Sohn von einem Steinmetz Theologie studiert und die Farbe wird, ist mir nicht ausgegangen.
00:03:05: Darum hat sein Vater auch nicht einfach gemacht, aber nicht weil er ihm wollte an- und für sich Steine in Wege lecken, sondern weil er nicht wollte, dass sie so hochmütig werde.
00:03:22: Am Ende ... Von seinem Leben von Andreas Keller seien es drei Tausend vierhundert neunvierzig Tagebuchseite geworden, die sie heute aufbewahrt im Stadtarchiv Schaffhausen.
00:03:37: Wir hören der allererste Eintrag vom Andreas Keller ins Dagebuch.
00:03:43: Die Lesung von Andrea Jost.
00:03:48: Ich war geboren, den neunundzwanzigsten Christmonat, siebzehnhundertfünfundsechzig abends zwischen Sieben und Acht Uhr zu Schaffhausen in der Schweiz von wahrhaft christlichen Eltern.
00:04:00: deren Namen sind Andreas Keller und Anna Katharina eine Geborene Jos die für mich aufs Beste besorgt waren und mir eine gute wirklich christliche Erziehung gab.
00:04:15: Von meinen frühesten Kinderjahren weiß ich weiter nichts zu erinnern, als das mich der Herr in der zartesten Jugend aus dem Rachen des Todes riss, in denen mich eine äußerst gefährliche Krankheit gestürzt hatte.
00:04:30: Im vierten Jahre meines Altes wurde ich nach Gewohnheitere meinen Kindern – denn mein Vater besaß weiten nicht viel als das was er mit seinem Steinmetzhandwerk verdiente – in unserer deutsche Schule
00:04:43: getan.".
00:04:44: Weil aber der Provisor der zweiten Klasse namens Pfau an mir mehr als gewöhnliche Gaben gewahr wurde, so bewog er meinen Vater mich in die lateinische Schule zu schicken.
00:04:56: Welches auch geschah auf Ostern, siebzehnhundertweinzig.
00:05:02: Dies war der erste Schritt zur Ausbildung meiner In-der-Tat nicht ganz gemeinen Gaben, die ich dem Herrn zu verdanken habe Und auch der erste Schritt zu dem Stand, den ich jetzt angenommen habe und an den sonst niemand wegen den nicht glänzenden Umständen meines Vaters gedacht hätte wenn ich nicht in der lateinischen Schule Gelegenheit gehabt hätte mich auszuzeichnen.
00:05:28: Ich durchlief fünf Klassen immer fast als der Oberster im Rang und lernte da alles was man eben nach der alten Einrichtung der Schule lernen konnte.
00:05:38: Je weiter ich fortging, desto stärker wurde meine Neigung zum Studium der Theologie dessen glänzende Seite ich damals noch freilich mehr betrachtete als die schwierige.
00:05:50: Als sich in der sechsten als der letzten Klasse schon ein halbes Jahr gewesen war, wurde eine neue bessere Schuleinrichtung gemacht.
00:05:59: diesen Zeitpunkt ergriff nun mein Vater mich aus der Schule zu nehmen weil ich doch nicht studieren müsste und er mir also die neuen Bücher nicht anschaffen wolle.
00:06:10: Das war nun völlig gegen meine Neigung, ich bestand darauf Theologe werden zu wollen!
00:06:16: Es war jetzt Zeit mich zu einer Lebensart zu bestimmen weil ich damals dreizehn Jahre alt war.
00:06:23: Mein Vater schlug mir verschiedene vor – Ich verwaff aber alle.
00:06:27: Mein Vater wandte für seine Weigerung die Kostbarkeit des Studiums vor Und welches ein Hauptgrund war, die Wichtigkeit des Amtes und die Furcht – ich möchte kein Recht der Gottseliger Lehrer werden und dadurch mir eine Desto größere Verdammnis zuziehen.
00:06:45: Der Kampf werte fast ein halbes Jahr bis mein Vater durch das Eindringen von mir meiner Mutter und mehrerer angesehener Männer unseres Staates, die auch alle Unterstützungversprachen
00:06:58: nachgab."
00:06:59: Worauf ich mit neuem Eifer die Schule besuchte, in welcher ich noch bis Ostern er siebzehn-einundachtzig blieb.
00:07:09: Dann ging ich in das Kollegium Humanitatis hinüber indem mich die gesetzmäßigen drei Jahre mit sichtbar gutem Erfolg aushielt nach deren Verfluss sich noch ein Jahr für mich zu Hause studierte und dabei einige Lektionen gab was ich schon einige Zeit getrieben hatte sowohl zur meiner Übung als auch zur Unterstützung in Bestreiten der Unkosten.
00:07:34: Meine vorzüglichsten Führer im Studium waren die beiden Herrn-Professor Altdorfer, anfänglich auch zum Teil Herr Professor Deckerler.
00:07:44: In mathematischen Wissenschaften habe ich auch dem Herrn Prof.
00:07:48: Jetzlar vieles und dem Herrn Artilleriehauptmann Hurtter manches zu verdanken.
00:07:54: Unter dieser Leitung triebe ich besonders Philologie Ob schon ich auch in der Philosophie, Dogmatik und Mathematik einen nicht unbeträchtlichen Anfang machte.
00:08:06: Besonders durch die philologischen Kenntnisse, die sich außer meiner Muttersprache auf das Latein, Griechisch, Hebräisch, Französisch und Englisch erstreckten – zu denen noch auf der Universität das Arabisch kam Konnte ich umso viel fertiger das eigentliche Feld der Theologie durchwandern, als sich auf Ostern, siebzehn, fünfunddachzig die Universität Hübingen bezog?
00:08:33: So hat er Andreas Keller auf den ersten Seiten seiner Tagebuch zurückgeschaut und seine ungewöhnliche Lebenswege angefangen beschreiben.
00:08:45: Diese Notizen hat er noch im Rückblick gemacht – und das ändert sich jetzt.
00:08:52: Ab dann werden es Dägliche Notizen.
00:08:58: Andreas Keller hat nach seinem Theologiestudium Kepp Farsstell in der Kolatur Schaffhuse gefunden, wie er sich erhofft hätte.
00:09:07: Aber er wurde fündig in Neu-Hengstedt bei Kalf im Herzogdum Württemberg.
00:09:15: Hundertvierzig Kilometer von Schaffhusen entfernt.
00:09:21: Etwas Wichtiges hat ihm aber in seinem ersten Pfarramt noch gefällt wo er sich sehr danach gesehen hat, eine Pfarrfrau, eine Ehepfrau.
00:09:33: In der Aufzeichnung, die wir jetzt hören wird es sehr romantisch und es passt gut weil es ist ja auch Zeit von der frühen Romantik.
00:09:44: Andreas Keller sah sich nicht schon an, zu mühs im Tagebuch seiner Gefühle eindrücklich zu erzählen und mit dem ist er der heutigen Zeit sehr nahe.
00:09:57: Zweiter Februar, und heute schlug mir mein schwager Einschaffhause Mädchen zur Heirat vor.
00:10:10: Von dem er Hoffnung hatte dass ich es kriegen würde.
00:10:14: Es ist dies des französischen Pfarrer Maurer der mich sehr schätzen soll.
00:10:18: Tochter.
00:10:20: Am zwanzigsten Juni erhielt ich in Tübingen Briefe von meiner Schwester wegen meinem Verheiratungsgeschäft.
00:10:27: Der Antrag durch meine Schwester ist von den Eltern zwar noch nicht gerade zu genehmigt, aber auch nicht abgewiesen.
00:10:36: Sondern auf eine mündliche Unterredung ausgesetzt worden und zwar in einem Ton der Hoffnung macht!
00:10:44: Ich mache also meine notwendigsten Geschäfte zuvor bei Haus in Ordnung und reise dann im Gottesnamen in die Schweiz um zu sehen ob mir der Herr die Maurerin beschiert.
00:11:01: Das Wetter, das gestern regnerisch wurde, hält sich auf.
00:11:05: Der Herr macht mir eben eine Bahn zu meiner Reise!
00:11:09: Ich trete sie also im Namen des Herrn nach geendetem Gottesdienst an.
00:11:18: Nun ist es erreicht – der Herr ließ meine Reise gelingen.
00:11:23: Freutvoll waren diese Tage und ich bin versichert, freudenvoll werden auch ihre Folgen sein.
00:11:30: Den ersten Juli langte ich glücklich und wohl in meiner lieben Vaterstadt an.
00:11:35: Gleich fragte ich meinen Liebenschwager, ob es mit meinem Verheiratungsgeschäft einen guten Fortgang habe oder ob allenfalls die Hoffnung verschwunden sei – er gab mir gleich gute Nachricht, dass kein Zweifel sei, das ich sie bekommen würde!
00:11:53: Welche Empfindungen da in mir aufstiegen, welches Dankgefühl gegen den Regierer der Schicksale lässt sich nicht aussprechen.
00:12:02: So ganz auf einmal aus Ungewissheit und Zweifel sich in die gewisse Erwartung eines so sehr gewünschten wichtigen Gutes versetzt zu sehen – welch Einschritt.
00:12:16: ich konnte nicht denken nur fühlen!
00:12:21: Die Eltern meiner Geliebten waren von dem ersten Antrag an gleich gut gestimmt gewesen.
00:12:28: Dem Mädchen selbst war noch nichts entdeckt worden, nur hatte man durch gewisse Wendungen von ihm herausgebracht, dass es wirklich Neigung zu mir habe!
00:12:40: Den folgenden Tag entdeckte ihr der Vater das ich Neigung zur ihr hätte und bezeigte ihr seine bereitwillige Einstimmung wenn sie Neigung.
00:12:51: Es wurde auf den Abend eine Zusammenkunft verabredet, wo wir einander sehen und sprechen sollten in Gesellschaft ohne dass jedoch noch das Mindeste von dem Ansuchen sollte geredet werden.
00:13:04: Los um zu sehen ob wir auch in Absicht auf das äußerliche Neigung zueinander haben könnten!
00:13:13: Sie war so voll, daß sie sich gern von der Gesellschaft losgemacht hätte – sie musste aber derselben beiwohnen.
00:13:22: Wir sahen also einander.
00:13:25: Oder gaben uns viel mehr nur einzelne Blicke, die sich – wenn sie sich steif auf den Gegenstand heften wollten – gleich wieder zurückzogen, sobald der Blick des Anderen ihm entgegenkam.
00:13:38: Wir sahn' uns, sprachen aber einander nicht.
00:13:42: Keines hatte das Herz eine Frage an das andere zu tun, während wir uns doch in meinen Studentenjahren öfters in Gesellschaft mit Vergnügen gesprochen hatten!
00:13:55: Ich ging aus der Gesellschaft mit vollkommener Zufriedenheit und dem festen Entschluss, sie zu wählen.
00:14:02: Wenn Sie meine Wahl genehmigen wollte!
00:14:05: Frau Helferin Ammann versicherte mir dieses.
00:14:08: Sie veranstaltete also gleich auf den folgenden Tag mit Bewilligung der Eltern eine Zusammenkunft in ihrem Haus wo wir uns schon Kekka durften ins Gesicht sehen.
00:14:20: Zu unserem Verdruß kamen noch ein paar Leute in unsere Gesellschaft, deren baldiges Weg gehen wir wünschen.
00:14:27: Ob schon das Mädchen abwechselnd bald den schnellen Abzug wünschte, bald eine längere Zögerung – weil bei dem Gedanken an eine nähere Erklärung alles in ihr in Wallung geriet!
00:14:42: Sie gingen doch bald weg.
00:14:43: und da ergriff ich den günstigen Augenblick, wo Herr Helfer Ammann und Frau die Leute begleiteten und uns alleine ließen um ihr ganz kurz meine Erklärung zu tun.
00:14:55: Die sie mit solcher Würde-und Bescheidenheit annahm –mit wenigen Ausdrücken– die aber viel sagten weil nur die Fülle des Herzens sie nicht mehr reden ließ.
00:15:07: Alles auf eine solche Art dass sie mich ganz dadurch einnahm und meine Liebe nicht wenig befestigte und vermehrte.
00:15:18: Der Abend, da wir unsere Sachen nun gewiss waren, strich uns den beiden auf die angenehmste Weise dahin – wie ich mich glücklich fühlte, mich von einem Mädchen geliebt zu sehen so sehr gelieb zu sehen!
00:15:34: Einem Mädchen das sich ebenfalls so sehr liebte und zwar mit einer Liebe, von der ich wusste dass sie von den Eltern gebilligt wurde.
00:15:45: Gleich beschloss sich, den folgenden Tag den feierlichen Antrag an die Eltern zu machen um den letzten Schritt zur Gewissheit zu tun in dieser so wichtigen Sache.
00:15:56: Ich tat's!
00:15:58: Den vierten Juli nachmittags zwischen zwei und drei Uhr war die Feierliche Stunde wo ich zuerst den Eltern allein mein Begehren eröffnete und ohne Zögerung das Ja-Wort erhielt und dann zu ihr allein zur Herzenserklärung zugelassen wurde, wo sie mir feierlich das mir vorigen tagsgegebenen Jahrwort bekräftigte.
00:16:23: Wir wechselten die Ringe und ich übergab ihr ein kleines zu dem Ende verfertigtes Gedicht.
00:16:31: Meine poetische Ader sprang bei dieser Gelegenheit nach langer Zeit wieder einmal!
00:16:37: Wir blieben eine Stunde in frohen Entzückungen beieinander, worin unser Mund nur einzelne Worte stammeln konnte.
00:16:46: Und das erste Pärchen von Küssen, dass wir gestern gewechselt hatten – vorher gab ich noch nie keine einen Mädchen!
00:16:53: – wurde nun unzählige Male wiederholt.
00:16:58: So wurde ich bräutig am.
00:17:01: Wir sind füreinander bestimmt und werden gewiss einander glücklich
00:17:05: machen.".
00:17:14: Nun bin ich Vater.
00:17:16: Sehe ein liebes Kind vor mir, das mir der Reins diesen süßen Namen entgegenlallen wird!
00:17:23: Welche Freuden warten unser, wenn uns der Herr dieses Kind leben lässt?
00:17:29: Knade zu seine Erziehung gibt Wenn wir es sehen zum Knaben, zum Jüngling, zum Manne daherwachsen Wenn wir an seinen kindlichen Spielen Anteil nehmen Seine ersten Schritte leiten, wenn er als munter Knabe fröhlich vor unseren Augen herumhüpft.
00:17:47: Wenn er mit dem Eintritt in die Jünglingsjahre denn auch die Bahn der Weisheit und Tugend betritt!
00:17:55: Welche Freuden die Vater freuten?
00:17:58: Aber auch welche neue Verpflichtungen?
00:18:02: Welche heilige Verbindlichkeit das Kind recht zu erzielen?
00:18:07: Herr stärke uns dazu, dass wir unsere Vorsätze unter deinem Segen auch ausführen.
00:18:17: Den achzehnten Juni gab ich mich vormittags grösstenteils mit häuslichen Geschäften – mit meiner lieben Gattin und dem lieben Kleinen ab!
00:18:27: Es ist etwas schwach, desto mehr werde ich trachten müssen es zu stärken und nicht durch eine verzertelte Erziehung zu entnerven.
00:18:37: Schon suche ich durch Einlassung frischer Luft obwohl gegen den Willen der Werterin solches auszuüben.
00:18:45: Die Physiognomie meines kleinen Johannes scheint mir nicht böse, sondern sanft zu sein.
00:18:54: Zwanzigster Januar, siebzehntundneunzig Eine wichtige Entdeckung machte ich in dieser Zeit in meinen ökonomischen Angelegenheiten da ich bei meiner aufs neuer Jahr gezogene Bilanz fand dass ich im Jahre seventeenhundertneunundachtzig um zweihundert Gulten zurückgekommen sei.
00:19:17: Ich spürte deswegen alles aus, wo ich in meiner Haushaltung sparen könnte – fand aber das ichs besonders wenn es dieses Jahr wieder ein Kind betgeben würde und ich eine Zeit lang zwei Märkte halten müsste nicht völlig auf eine Gleichheit der Einnahmen und Ausgaben zu bringen sei!
00:19:39: Deswegen werde ich mich nach etlichen Kostgängen umsehen, um mehr zu verdienen.
00:19:46: Wunderbar!
00:19:47: Wie man hören kann was für Gedanken der junge Pfarrer Andreas Keller hatte zu dieser Bruttwerbung.
00:19:56: Die eigentliche Suche nach einer Brut ging in seinen Tagebuchaufzeichnungen viel länger.
00:20:03: Wir haben jetzt das glückliche Ende gehört wie er wirklich fündig geworden ist und das auf die Gegenseitigkeit beruht hat.
00:20:14: Die Ehe mit Marie Madeleine ging bis in den Jungen, dann ist sie leider verstorben.
00:20:24: Dann hat er die Maria Magdalena Beil von Zürich kiraten.
00:20:31: Sie ist in dem Jungen verstorben und im gleichen Jahr haben sie Emma Caterina Schenkel aus Schaffhausen kiratet Und sie hat ihn dann überlebt.
00:20:45: Wir haben aus der Lesung auch ein Thema herausgehört, das die Pfarrerin Andreas Keller sein Leben lang begleitet hat und dass sie immer wieder Geld sorgen.
00:20:58: Einerseits machte er sich mit recht Sorgen.
00:21:03: Er kam ja nicht aus einer vermögenden Familie und war neu in einem Stand im Pfadberuf die ein gewisses Vermögen davon ausgesetzt hat.
00:21:15: Andererseits machte sich aber diese Sorgen auch nicht mit Recht und führte immer wieder ins Unglück hinein.
00:21:25: Der Eindruck war, dass es bei ihm eine gewisse Minderwertigkeit war, damit er sich selbst in diesem Stand eingelupft hatte und darum versuchte sein Vermöger über neue Wege zu vermehren.
00:21:40: Er ist zum Beispiel in die Durchhandel eingestiegen.
00:21:43: Er hat Wein im Pfarrhaus ausgeschenkt, er hat bei der Lotterie mitgemacht viel Geld eingesetzt und so auch ganz viel Geld verloren.
00:21:54: Er hatte in seinen Versuchen sein Geld zu vermehren, überhaupt keine glückliche Hand gehabt, sodass seine eine Frau in diesen neuen gewissen Zeit lang den Schlüssel zur Geldkiste vorgenommen hat.
00:22:08: Geldsorge haben ihn sein Leben lang begleitet.
00:22:14: Nach sieben Jahren in Pfarrantin Neu-Hengstädt ist plötzlich aus der Kolatur Schaffhausen ein Angebot gekommen, er könnte die Pfarrstelle in Ilnau übernehmen.
00:22:26: Und so ist der Pfarrer Andreas Keller also von rund zweihundertdreisig Jahren nach Ilnao gezogen.
00:22:36: Denn, den April, abends kam ich glücklich und wohl in Schaffhausen meiner lieben Vaterstadt an wo ich mich bis zum achten Mai aufhielt.
00:22:48: In dieser Zeit besuchte ich die Synode und genoss manches für Knügen mit meinen Freunden und machte Anstalten zu meinem Aufzug auf die Pfarei.
00:22:58: Den achten mai zog' ich dann wirklich in Illnau auf Gerade um zwei Tage.
00:23:04: weniger als sieben Jahre war es, dass sich in Neuhängstedt aufgezogen war.
00:23:10: Mit viel Freude und von einer zahlreichen Volksmenge wurde ich empfangen.
00:23:15: Zweiundvierzig Mann stunden im Gewehr und gaben eine dreimalige Salve!
00:23:21: Die Kirchenvorsteher brachten ihre Glückwünsche dar.
00:23:25: Recht erfreulich war mir dieser Anlass – nicht erfreullicher kann einem König der viel pompösere Einzug in seine Residenz
00:23:32: sein.".
00:23:34: Am achzehnten Mai war der Tag meiner feierlichen Einführung in mein Amt.
00:23:40: Was fühlte ich, als sich die Kirche betrat?
00:23:43: Als ich vor der großen Volksmenge stund und über mich gebetet mir die Hände von den drei beiwohnenden Geistlichen aufs Haupt gelegt und mir die große, grosse Gemeinde im Namen Gottes- und Jesu Christi übergeben wurde?
00:24:00: Ach!
00:24:01: Ich hätte zerschmelzen mögen vor innigem Gefühl der Wichtigkeit der Sache.
00:24:07: So viel hundert Seelen, und für alle soll ich Sorgen!
00:24:12: Für alle Rechenschaft geben!
00:24:15: Möge ich es doch mit Freuden tun?
00:24:21: Nach meiner Einsägnung betrat dich mit Mut die Kanzel und hielt meine Anpritspredigt über den wie mich dünkt passenden Text aus Matthäus IX.
00:24:31: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.
00:24:36: Darum bittet den Herrn der Ernte das er Arbeiter in seine Erntesende.
00:24:43: Meine Gemeinde war dabei gerührt wie ich!
00:24:48: Wieso ganz anders ist es in einer großen vollen Kirche als indem so oft ziemlich leeren Kirchlein von Neuhängstädt zu predigen?
00:24:58: Wie feuert es einem an alle Kräfte anzuspannen, um den Zuhören recht ans Herz zu reden.
00:25:08: Sie sind groß und mannigfaltig.
00:25:10: die Geschäfte in meiner Gemeinde!
00:25:13: Es braucht Zeit und Mühe bis ich sie nur alle kenne.
00:25:17: Doch bei unermüdetem Fleiß wird sich alles nach-und
00:25:20: nachgeben.".
00:25:22: Fünf Dörfer, in denen fünf Schulen sind und viele Höfe erfordern eine aushaltende durch Kraft von oben unterstützte Tätigkeit.
00:25:31: Und sie muss so viel größer sein, da die Gemeinde von meinem Vorfahren so schrecklich verwahrlost worden ist!
00:25:41: Die ganze Gegend ist übererwartenschön.
00:25:46: Vor mir liegt mein Gemüse- und Baumgarten dann folgen Fruchtfelder, in den einiger Hütten stehen.
00:25:53: Auf der anderen Seite streckt sich ein reizendes Wiesental zum Teil von einem Welchen eingefasst, hinter dem sich Fruchtgefilde breiten bis nach Unter Elnau.
00:26:05: Hinter diesen Teilen der Gemeinde öffnet sich das Tal und Auenwechsel mit Feldern bis niedere Bergreihen es umschließen, hinter denen immer höhere Linien emporsteigen über die zuletzt die stolzen Schneegebirge ihr weißes Haupt erheben!
00:26:23: Besonders die Morgen- und Abendstunden sind oft überraschend.
00:26:27: Es lässt sich beinahe nichts Schöneres denken als der Anblick der fernen Schneegebirge, wenn alles um sie her noch dunkel und selbst ihr Fuß in einen dünnen Schleier des Nebels unter Dämmerung gehüllt ist – und nur ihre Spitzen und Zacken im Licht glanzeln Porragen von der Morgen-und Abendsonne gerötet!
00:26:50: Durch das vor mir liegende Wiesental windet sich ein Bach, der des Morgens – wenn noch alles schläft!
00:26:58: durch sein Rauschen die allgemeine Stille angenehm unterbricht.
00:27:05: Hohe Gedanken müssen durch diesen Anblick in jedem, der Gefühle hat erweckt werden und das Herz muss sich vollstaunen zum Schöpfer- und Erhalter des Alls
00:27:16: erheben.".
00:27:21: Es ist doch einfach wunderbar wie der Andreas Keller den Blick vom Pfarrhaus Ilnauherr beschrieben tut.
00:27:29: Was er aus seinem Fenster aussieht kann.
00:27:34: Es ist spannend, aus dieser Zeit und seinem Leben aus seinen Tagebüchern zu hören – also ob man neben seinem Schreibtisch wirst du an.
00:27:42: Was die Tagebühre so besüngert macht, das ist diese sehr spezielle Zeit, die er geschrieben hat.
00:27:52: Die alte Eigenossenschaft kam zum Ende Napoleon ist mit seinen Soldaten an der Schweizer Grenze gestanden.
00:28:02: Wir können heute mit historischem Abstand auf diese Zeit zurück schauen, die Menschen haben ja aber nicht gewusst wie es weitergeht und was die Zukunft mit sich bringt.
00:28:16: Der Pfarrer Andreas Keller ist für uns das ganze wichtige Chronist dieser Zeit, was wir sonst nur aus Geschichtsbüchern kennen Das wird mit diesen Tagebüchern für unsere Region plötzlich greifbar und sehr lebendig.
00:28:35: All die grossen politischen Umwälzungen in der Schweiz – das hat Menschen beunruhigt, sie haben sich ihre Gedanken gemacht wie es auskommt und weitergeht Und gleichzeitig hat sich das Nachsinnieren über die äusserlichen Bedrohungen und was echt Zukunft mit sich bringt, abgewechselt – mit ganz normalen Sorgen der Alltag betreffend.
00:29:11: Auch der Schulmeister von Unter Ilnau war diesen Abend hier und wies mir die Klagepunkte vor, welche die Bewohner des Zürichsees beim Rat zu zürich übergeben wollen um mehr Rechte und Freiheiten zu erhalten.
00:29:35: Und wozu sie unter der Hand auch andere Untertanen auffordern?
00:29:41: So sehr ich Freund der Freiheit bin und die Rechte der Menschen allen so gleich als möglich gemacht wissen will So kann ich doch nicht ganzes verwerfen, dass die schweizerischen Hauptstädte et welche Vorzüge, die zu ihrer Subsistenz notwendig sind vor dem Lande voraushaben.
00:30:02: Mehr als eh es hat könnte man dem Landvogg freilich einräumen.
00:30:07: Dennoch riecht ich dem Schulmeister dessen Zutrauen mich freute äußerst vorsichtig zu sein und keinen Schritt zu tun eher er und seine Freunde sehen ob es auf Gewalttätigkeiten oder auf gemäßigte der Obrigkeit zumachende Vorstellung abziele.
00:30:25: Gott bewahre unser Land vor gewalttältigen französischen Empörungen, siebter Januar, siebenhundert fünfundneinzig Ich erfuhr, dass meine Neujahrs-Predigt etlichen Missfallen habe weil ich in meinen Glückwünsche nicht Köchenpfleger, Landrichter etc.
00:30:49: namentlich angeführt habe und keine Lobeserhebungen von ihnen machte.
00:30:55: Das mag die Eitelkeit etlicher ein wenig beleidigt haben Es ist aber nur für einige Male bis die Leute gewöhnt sind das sich nicht solche Spezialitäten auf der Kanzel mache.
00:31:08: Ich schloss alle Vorgesetzten in einem Wunsch zusammen.
00:31:13: Zwölfte Januar Diesen Morgen fühlte ich mich unwohl und musste mich ebrechen.
00:31:21: Die Menge von Schweinefleisch- und von Schweinenden Bratwürsten, die ich hier zu essen bekomme mag daran Schuld sein!
00:31:29: Ich muss die Würste räuchen lassen um nicht so viel nacheinander essen zu müssen.
00:31:36: Den fünftzehnten März war ein außerordentlicher Spätentank fest wegen der knädigen Erhaltung des Friedens in unserem Vaterland.
00:31:47: Ja, gütig ist Gott, der unser Vaterland unter allen äußeren Stürmen bisher so sicher erhalten hat!
00:31:58: Denn zwölften April nach dem Gottesdienst hatte ich meine Konferenten noch hier.
00:32:04: Dann las sich eine gedruckte Predigt meines Urgroßvaters meinen Leuten vor, der auch hier Pfarrer gewesen ist.
00:32:12: Eine nach altem Schrott nicht so üble Arbeit, doch meine ich der Ur-Enkel mache es in seiner Art noch etwas besser.
00:32:23: Es ist artig dass der seit langem her einzige Pfarrer unter meinen Vorfahren gerade hier Pfarrern gewesen ist!
00:32:31: Er war es von sixteenhundertneunzig bis siebzehnhundet elf, der Johann Konrad Altdorfer.
00:32:41: Dritte Mai Nach der Kinderlehre fing ich heute an, das neue zürcherische Gesangbuch mit denen die es schon besitzen, anzufangen.
00:32:51: Deshalb kürzte ich den Gesang in den gewöhnlichen lobwasserschen Psalmen ab!
00:32:57: So werde ich nun alle Sonntage fortfahren – vielleicht erweckt aus dem herzerhebenden Gesang aus den neuen schönen Liedern nach und nach mehr Liebhaber?
00:33:08: Und zuletzt kann ich dazu die öden lobwasserischen Psalm abschaffen….
00:33:14: «Wohl wird's bei meiner so großen Gemeinde schwer halten und höchst langsam gehen.
00:33:20: ».
00:33:20: – – – Siebenundzwanzigster Februar.
00:33:28: Die vergangene Nacht war unruhig!
00:33:31: Um halb drei Uhr wurden wir geweckt, und man brachte uns die Nachricht, dass von den benachbarten Demokraten ein Anschlag gemacht sei, ihn genau diese Nacht zu überfallen.
00:33:42: Natürlich waren nun alles wach bis an den lichten Morgen in Erwartung dessen was geschehen würde.
00:33:48: Ich befahl mich und die meinen Gott und in seinen allmächtigen Schutz, und machte mich auf alles gefasst.
00:33:56: Ich schrieb nach Schaffhausen damit unsere Kinder abgeholt werden.
00:34:01: Meine liebe Frau will mich nicht verlassen.
00:34:03: sie will wenn es muss gestorben sein mit mir
00:34:07: sterben.".
00:34:09: Es ist dann doch ruhig geblieben in Ilnau aber am ersten März seine Kinder in der Kutsche zu den grosselteren Maurer, zu seinen schwiegerelteren Nachschaf rausgebracht wurden.
00:34:23: Der Vater hat sie platziert, er hat aber nicht gewusst ob er das auch wiedersehen wird.
00:34:31: Dritte März.
00:34:34: Einsmals kam heute Abend die Freudenbotschaft, dass durch den Angriff der Franzosen – der nun unserem Vaterland gefahrt rohe – die Gemüter im Kanton Zürich doch geeinigt sein.
00:34:47: Deputierte des Rats und der Steffener Partei reisen vereint im Land herum, um alle Parteien gegen die Franzosen aufzumahnen.
00:34:57: Möge es ihnen gelingen damit diese Feinde des Vaterlandes mit vereinter Kraft möchten vertrieben werden?
00:35:05: In seinem Tagebuch hat er am nächsten Tag notiert was ihm für seine Predigt der Gemeindegage überwichtig war.
00:35:15: Ich suchte meinen Zuhörern anhand der Geschichte des Richters Gideon gegen die Franzosen Mut einzuflösen und sagte, dass ich selber auch lieber auf dem Schlachtfeld sterben möchte als die Freiheit und Unabhängigkeit meines Vaterlandes eine fremden Machtpreis zu geben.
00:35:34: Und so ist es mir auch im Herzen!
00:35:37: Gebe es einen Landsturm, so gleich stellte ich mich an die Spitze meiner Pfarrkinder und zöge mit ihnen ins
00:35:44: Feld.".
00:35:44: Es war eine Zeit mit vielen Sorgen und Umbrüchen.
00:35:53: Es ist aber auch eine Zeit, in der vieles entstanden ist, die für uns heute für einen modernen Staat selbstverständlich ist.
00:36:03: Wir haben zum Beispiel in diesen Achtzehundertdreisiger Jahren vieles angefangen zu kartografieren.
00:36:10: In dieser Zeit hat man zum Beispiel auch das Waldstück bei Kieburg kartografiert oder eben auch das Pfarrhaus Ilnau.
00:36:20: Und wir lassen hier auf diesem Plan von einem Viehstall die Tenne, der Pferdestall, den Hühnerstall und so weiter.
00:36:31: Es gibt einen kleinen Eindruck wie eine Pfarrfamilie damals gelebt hat.
00:36:39: Von seiner einfachen Herkunft her.
00:36:41: als Sohn eines Steinmetzes hatte der Pfarrer Andreas Keller keinen Grund sich die alten Zustände der alten Eigenossenschaft wiederherzwünschen, im Gegensatz zu vielen seiner Berufsgenossen.
00:36:59: Er hat sich als gemäßigter liberaler verstanden.
00:37:04: Im aristokratisch gesinnten Teil dieser Bevölkerung – und dazu habe ich auch reiche Bauern mit viel Grundbesitz gehört – ist er aber darum angefindet worden.
00:37:17: die alten Verhältnisse in Frage gestellt, mit ihrer Gesinnung.
00:37:22: Dafür auf der anderen Seite haben diese Arme verehrt.
00:37:26: Die Kriegsjahr war auch eine Zeit mit grosser Hungersnoten.
00:37:31: Pfarrer Andreas Keller setzte sich stark für das Schulwesen ein.
00:37:38: In Europa waren verschiedene Militärarmee unterwegs.
00:37:44: Das bekam man auch in Ilnau zu spüren.
00:37:46: Aber einen Tag im November sind französische Soldaten in Ilnau gestanden.
00:37:55: Und dann wieder im August ihrer Gegenbewegung russische Soldate.
00:38:02: Man muss sich das ansehen und vorstellen.
00:38:10: Heute bekamen nun auch wir, wie schon viele in unserem Vaterland vor uns die Beschwerden von eine Quartierung französsischer Truppen.
00:38:19: Auch ich blieb natürlich nicht verschont!
00:38:22: Dies muss meinem schwachen Beutel noch mehr aussaugen.
00:38:27: Wohl an, denn es gehe über mich was da will.
00:38:31: ich will mich
00:38:32: unterwerfen.".
00:38:34: Es kamen doch fürs erste Mal nicht sehr viele in meiner Gemeinde nur zweihundert Mann von der siebenunddreißigsten Halbbrigade.
00:38:42: Ich bekam den kommandierenden Offizier Kapitän Mathieu von Nancy und seinen Bedienten aus der Vendée.
00:38:50: Die Offiziere ist nicht mehr jung und scheint Kein schlimmer Mann zu sein.
00:38:56: Ich bekam heute das zweite Fuder Wein, da hätte ich nun freilich zu trinken.
00:39:02: genug für die Franken wenn der Wein nur nichts kostete oder ich wenigstens das Geld dazu nicht entlehnen müsste.
00:39:09: Zweihnzwanzigster August Den ganzen Tag schwebte heute ein ernstes Bild vor meinen Augen.
00:39:21: Etliche tausend Russen und Kosaken zogen bei uns vorbei.
00:39:26: Russen in der Schweiz!
00:39:28: Was muss noch alles über unser armes Vaterland kommen?
00:39:33: Noch keine Truppen, die wir sahen, betrugen sich so schlecht wie diese.
00:39:38: Mit Rauben auf den Ecken und zum Teil in den Häusern richteten sie viel Schaden an.
00:39:43: Rohre Unrei für Früchte fraßen Sie wie Schweine.
00:39:48: Im Pfarrhaus ging es uns nicht so übel – Wir kamen mit Wein Brot und Käse weg womit wir drei Gemeine und vier Offiziere und einen Puppen bewerteten.
00:40:01: Etliche konnten Deutsch reden, der Puppe aber nicht – darum konnte ich mich mit ihm nicht unterhalten!
00:40:07: Ich glaube aber, nicht viel verloren zu haben… erschien mir nicht weit herzusein'.
00:40:13: Er asked keinen Käse, denn es war Fasten.
00:40:28: Mit schwager Pfarrer Kirchhofer, der meine Frau von einem Erholungshauffenthalt in seinem Hause hierher begleitet hatte, wollte ich am fünfundzwanzigsten September für ein paar Tage nach Hauptwiel reisen.
00:40:41: Als wir am fünfundzwanziger aufbrachen, hörten wir schon Kanonendonner!
00:40:47: Es schien uns der Schall immerhin gleiche Entfernung zu bleiben und des folgenden Tages sogar zu entfernen – aber wir täuschten uns….
00:40:58: Am siebenundzwanzigsten, nach neun Uhr Vormittag, erfuhren wir, dass beide österreichisch-schlussischen Armee alles in vollem Rückzug und auf der Flucht vor den Franzosen begriffen sei.
00:41:11: Wir wollten um uns zu überzeugen ob dieses Geräte Grundhabe nach Oberbürgen bzw.
00:41:17: viel auf die Schosssee gehen.
00:41:20: Allein schon eher wird sie erreicht und trafen wir Flüchtlinge an!
00:41:24: Darum gab ich meinem Schwager meine Uhr und etwas Geld, weil ich nicht sicher wandern konnte und setzte, um nicht abgeschnitten zu werden und meine Frau aus Sorgen zu befreien meinen Weg nach Hause fort.
00:41:37: Dort langte ich, nachdem ich im Pfarrhaus in Oberootswil zum Mittag und in der Helvereinturbenthal zur Nacht gegessen hatte, um Mitternacht an.
00:41:48: Es begegnete mir unterwegs nichts!
00:41:50: Ich konnte überall den Soldaten ausweichen Und auch zu Hause war nichts geschehen, als das meine Frau viel Sorge und Angst ausgestanden hatte.
00:42:02: Etliche Oberillnauer wachten in unserem Hause!
00:42:06: Sie enden sich in ihrem Betragen gegen mich wieder zum Guten seitdem die Franken widersiegen.
00:42:14: Die Regierungsform wird nun wohl wieder verändert werden.
00:42:23: Mit einem französischen Offizier, der den bei mir ein Quartierten besuchte, bekam ich heute fast Händl.
00:42:31: Ich erklärte ihm wir könnten wenn sie bei uns überwintern müssten es nicht aushalten und wir Schweizer würden wenn alle dächten wie ich sie aus dem Lande jagen.
00:42:43: das war freilich stark allein.
00:42:46: lieber als vor Hunger sterben wollte ich auf dem Schlachtfelde umkommen.
00:42:52: Es kam so weit zwischen uns, dass er daran dachte mich gefangen zu nehmen und nach Wintertour zu dem Kommandanten führen zu lassen.
00:42:59: Kaum konnte er von meinem Offizier abgehalten werden dies auf der Stelle zu tun.
00:43:06: Vierte Dezember Heute erst erfuhr ich wie nahe mir meine Verhaftung war.
00:43:13: Hätten nicht andere Leute nämlich die gute Pfarrfamilie von Ferraltov bei denen jener offizielloschiert für mich gebeten So hätte der Offizier nach Winterthur geschrieben und ich wäre wahrscheinlich gefangen geführt worden.
00:43:29: Jetzt bin ich von dieser Gefahr wieder frei.
00:43:32: Der Fall soll mich vorsichtiger machen, aber schweigen werde ich darum noch nicht wo ich reden soll!
00:43:39: Den Mut fürs Vaterland mich in Gefahr zu begeben soll er mir nicht schwächen.
00:43:44: Erster Januar, eighteenhundert.
00:43:52: Wir beschließen mit dem beginnenden Jahr ein Jahrhundert.
00:43:58: Wie wird der Schluss desselben sein?
00:44:02: Wird er uns beweisen, dass die Welt in diesem Jahrhundert weiser geworden sei wie man uns glauben machen will?
00:44:10: Während doch so manche Proben das Gegenteil zeigen.
00:44:15: Die Kriege!
00:44:16: Die Grausamkeiten, die darin verübt wurden... ...die alle Leidenschaften aufregende Revolutionen, in denen so wenig der Geistemäßigung herrscht.
00:44:27: Sie zeigen dass die wahre Aufklärung noch nicht so weit gedient sei, wie man hätte meinen mögen.
00:44:35: Wird man im letzten Jahr des Jahrhunderts zur Messigung zum Frieden zurückkehren?
00:44:42: Wird der Despotismus und die Freiheitswut bei das gefährliche Übel etwas nachlassen damit die Völker wieder zusammentreten?
00:44:50: Gott weiß es!
00:44:57: Nun ich will im Strom mit schwimmen.
00:45:00: Es wird zuletzt auch wieder Land geben, darauf man sich ruhen kann.
00:45:05: Zwanzigster Januar – heute erfuhr ich die Beschirmung Gottes auf merkwürdige Weise!
00:45:13: Ich war nach Winterthur gegangen um von etlichen Schaffhauserinnen, die über den Reinkommen konnten des Nähren zu fahren wie es in Schaffhausen stehe.
00:45:23: Im Ganzen auch nicht viel besser als bei uns.
00:45:26: Es ist auch Krieg
00:45:27: dort.".
00:45:30: Auf dem Rückweg begriffen wollte ich einem hinter mir dreingaloppierenden Husaren ausweichen, viel aber in den schlüpfrigen Kot und das Pferd sprang über mich hinweg ohne mich zu berühren.
00:45:45: So nah war ich dem Tod, aber der Herr erredete
00:45:49: mich.".
00:45:52: So hat also das neue Jahrhundert für Andreas Keller mit dem Erreignisse angefangen, der Gott sehr dankbar für die Rettung war.
00:46:02: Ich finde diese Worte von einem ersten Januar, den er sehr beeindruckend schreibt.
00:46:13: Wie man sich fragt, wo diese Welt noch herangeht?
00:46:17: Gleichzeitig auch das Vertrauen in die Zuversicht geht gegenüber – nicht indem man sich auf Menschen verlässt oder einfach blind, optimistisch ist aber auf der himmlischen Vaterhofe tut.
00:46:38: Diesen Nachmittag ging ich wieder einmal in die Kirche um die Renovation derselben zu beaugenscheinigen und die Sprüche zu lesen, die der Schulmeister von hier an die Mauer schreibt.
00:46:51: Plötzlich wankte das Gerüst mit uns beiden und wir fielen, der Schulmeister keinen Augenblick vor mir von einer Höhe von wenigstens zwanzig Fuß zwischen die Bänke in die Kirche hinunter.
00:47:04: Ich fiel sozusagen mit vollem Bewusstsein, indem ich sah wie das Brett darauf ihr Stunden sich von der Mauer entfernte und so musste ich gleich denken – da musst du hinunter!
00:47:18: Ich half mir im Fallen mit einigen Bewegungen.
00:47:21: Gottes Schutz war mir und dem Schulmeister so nahe, dass wir nur leicht verletzt davon kamen.
00:47:28: Nicht einmal der Schreck war bei mir groß und so konnte ich sogleich ohne die mindesten Beschwerden nach Hause gehen.
00:47:36: So nahe war ich meines Wissens noch nie einem Sojähentode oder eine mich vielleicht zeitlebends elend machenden Vergrüppelung!
00:47:47: Wie viel Stoff hatte ich da zum Nachdenken?
00:47:51: Als ich bald nach diesem gefährlichen Fall, nach Wirgeln ging, um dort einen lahmen Jüngling zu besuchen.
00:47:59: Ach!
00:48:00: Tiefdringende Mahnung soll es für mich sein, mich zu jeder Stunde auf den Tod gefasst zu halten.
00:48:07: Im Augenblick des Fallens konnte ich mich gar nicht auf dem Tod gefasst machen – nicht einmal an Gott konnte ich denken.
00:48:15: Der Schulmeister rief Herr Jesus, Herr Jesus und Ich?
00:48:21: Viel schweigend.
00:48:26: In der nächsten Lesung gehören wir ein Sammelsaurium an Erlebnisse und Eindrücken.
00:48:33: Dazu gehört unter anderem das Jugendreformationsfest.
00:48:38: Es hat in so vielen Menschen zugeschaut, dass die Außetrappe von Kille Ilnau gestorben ist.
00:48:49: Das hat tragischerweise einen Todesopfer gefordert.
00:48:56: Der Tod ist der Menschen damals viel näher gesehen.
00:49:00: Er hat es trotzdem in seinem Tagebuch notiert.
00:49:04: Man merkt aber aus seinen Tagebuchen Notizen, dass er etwas anderes noch mehr beschäftigt hat.
00:49:12: Und zwar hat man für das grosse Fest ein Harmonium eine kleine Orgelung ausgelegt zum Gesang unterstützen.
00:49:22: und da das Harmonium die neue Möglichkeit Die hat er die Farbe begeistert.
00:49:29: Bis jetzt hat man im Gottesdienst ohne musikalische Begleitung gesungen.
00:49:35: Gottesdienste mit Musikbegleitung!
00:49:39: Verständlich, dass da am Pfarrer das Herz aufgegangen ist und er sich Hoffnungen gemacht hat, um nicht ständig so eine Orgel in den Kielen zu haben.
00:49:52: Heute hatten wir einen freudigen und zugleich einen traurigen Tag.
00:49:58: Freudig war das Kinderfest, was heute gefeiert wurde.
00:50:02: Rührend war der Zug der Schüler aus den sieben Schulen die sich vor dem Pfarrhause versammelten.
00:50:09: Paarweise gingen Sie zur Kirche in Begleitung ihrer Lehrer und Vorsteher – zuerst die Mädchen her nach die Knaben eine Schule nach der anderen.
00:50:20: Eine Menge Menschen aus anderem Gemeinden strömten zum Hause des Herrn.
00:50:25: aber gerade dies und dass manche von ihnen nur aus Neugier nicht aus Erbauungstrieb sicher zutränkten, war die Ursache eines Unfalls der sich ereignete.
00:50:36: Die Gewalt womit man sich beeiferte, die äußere Treppe auf die Empore zu kommen machte das die Treppe mit einer großen Zahl von Menschen zusammen stürzte.
00:50:47: Mehrere wurden beschädigt doch nur etliche bedeutend und nur eine aber eben doch eine tödlich.
00:50:56: Ach!
00:50:57: dass unserer Freude so getrübt werden musste.
00:51:00: In der Kirche selbst erfuhren wir zwar wenig davon, sodass alles ohne Störung durchgeführt werden konnte – unsere Schmerzliche war mir als ich nach Beendigung des Festes aus der Kirchen unmittelbar zu dem Verunglückten, der in das Schulmeisters Haus lag, gerufen wurde und seinen Zustand bedenklich
00:51:21: fand.".
00:51:23: Der Mann ist nach vielen Qualen fünf Tage nach dem Sturz gestorben und er hat eine Frau mit etlichen Kindern, sogar in Erwartung von einem weiteren zurückgelassen.
00:51:35: Für die Reformationsgemeinde wurde das Harmonium mit ihren Auerkilen gestellt.
00:51:42: Das Instrument hat Andreas Keller grosse Freude gemacht und er versuchte, gewichtige Männer aus der Gemeinde für die Anschaffung eines Orgels zu gewinnen.
00:51:59: Der Talmüller gebe etwas an eine Orgel, doch nicht so viel wie das Gerücht sagte.
00:52:06: Der Kantonsrat zu würgeln ist nichts so dafür!
00:52:10: Er fürchtet vor einer starken Orgel höre man den Gesang nicht – so wie man hingegen eine zu schwache Orgel neben dem Gesang.
00:52:22: Man wird kaum eine treffen können, die eben recht wäre.
00:52:27: Er musste merken, dass noch keine rechte Wille zur Anschaffung der Orgeln hier ist und so haben sich die finanziellen Mittel für die Anschaffungen nicht zusammengefunden.
00:52:41: Andreas Keller hat nicht mehr erlebt, dass es in den Kielen Ilnau eine Orgel gibt.
00:52:50: Wenn ich schon in meiner heutigen Kirchweibredich gesagt habe, man werde vielleicht heute Kinder der Hölle auf den Gassen hören die das Kirchweiifest zu einem heidnischen Fest machen weiß sich doch nicht ob auch nur einer weniger gebrüllt hat.
00:53:07: Manus Lavo Ich wasche meine Hände in Unschuld Bei der sogenannten Kirchwäi Predigt zur Kielbi hat er Andreas Keller Gern kräftige Ausdrücke gewählt in seinem Tagebuch.
00:53:25: So hat er einen geschrieben, man sagt zwar zu diesem Fest im Volksmund Es wäre aber viel richtiger das ein durchs Anzusetzen und sagen Kalbe Würde es sich ja tatsächlich so dass ansättige Tag sich viele wie Kälber aufführen tun.
00:53:49: In dieser Zeit.
00:53:49: Es gab nicht nur noch keine Orgeln in der Kille, sondern auch keine Heizung.
00:53:57: So hat Andreas Keller Anfangswinter-Achzehundert-Einundzwanzig in sein Tagebuch notiert.
00:54:05: Ich muss mir da es nun wieder anfängt kälter zu werden auf's neue die Gnade erbitten und mich bestreben mich in den predigten Kürzer zu fassen wie ich es heute noch nicht genug hatte um nicht die Andacht zu stören und die Zuhörer, deren Zahl ohne dies nicht ist wie sie sein sollte und könnte – zu verscheuchen.
00:54:31: Dreißigster Dezember, eighteenhundertundzwanzig.
00:54:37: Einen ziemlichen Eindruck machte heute nach der Kinderlehre meine dem Kirchenvorstand und meinen Schulmeistern gemachte Erklärung dass ich, um in der Kinderleere Ruhe und Stille zu erhalten nun auf meine Kosten etliche Männer anstellen wolle, die vom Aufschliessen der Türen an mit Stöcken bewaffnet immer in der Kirche herumgehen sollen.
00:55:02: Schon lange war ich unzufrieden über die Unruhe in der Kinderlehre, über das Unanständige Kommen in dieselbe und so weiter.
00:55:09: Schon verschiedenes habe ich versucht um dieser Unordnung abzuhelfen.
00:55:14: Meine Vorsteher sagte mir freilich – Ich werde keine dergleichen Männer finden!
00:55:21: Nun Dann bin ich genötig, zu dem Mittel zurückzukehren das sich auch schon im Sinne hatte aber aus Gefälligkeit gegen den Kirchenvorstand noch nie ausgeführt habe von der Kanzel weg und mitten in der Kinderlehre nach Hause zu gehen.
00:55:37: Eines von drei muss nun geschehen entweder müssen die Kirchenvoresteer- und Schulmeister sich mehr anstrengen um bessere Ordnung zu halten oder Ich stelle solche Männer an.
00:55:51: Ich gehe aus der Kirche, wenn Unordnung entsteht.
00:55:56: Kirchenvorsteher und Schulmeister wünschen, dass ich es noch einmal probiere.
00:56:02: So will ich es tun!
00:56:05: Aber nicht allzu lange – dann greife ich zu anderen Mitteln.
00:56:10: Plötzlich ist für Andreas Keller einen alten Wunsch in Erfüllung gegangen.
00:56:17: Er hat eine Berufung aus Schaffhausen zum Antisdess, zum Münsterpfarrer erhalten wo er dann noch zwei Jahre lang gewürgt hat.
00:56:31: Neun, dreißig Jahre lang war der Andreas Keller Pfarr in Ilnau.
00:56:36: Eine sehr bewegte Zeit – nicht nur politisch äusserlich sondern auch mit den Kirchengemeinden.
00:56:46: Eine Zeit mit vielem Höchst aber auch vielem Täufs.
00:56:50: Zittenweise war es unklar, wer das jetzt ihm den Lohnzahlen tut.
00:56:57: Es ist ... auch immer wieder eine Zeit mit vielen Streitigkeiten und Auseinandersetzungen.
00:57:05: Ich finde darum sehr eindrücklich und aussergewöhnlich, dass er trotz all den Streitkeiten mit dem nassagnenden Herz der Vorzogen
00:57:15: ist.".
00:57:18: Nachdem wir die letzte Nacht bei Schlossen Brüngers zu Unterillenau verbracht hatten ging es den zweiten Juli ans Vereisen wobei viele Menschen vor dem Pfarrhaus versammelt waren.
00:57:31: Die Kirchenvorsteher und Gemeinderäte kamen noch zum Abschied nehmen, und begleiteten mich bis nach Mannerberg.
00:57:39: Ja, etlicher in zwei Wagen bis nach Andelfingen!
00:57:43: Die Gemeinde Rickon zeichnete sich besonders durch Bezeigung ihrer Dankbarkeit und der Trauer über meinen Weggang aus.
00:57:52: Beim Anblick der Menschenmenge als wir zu dem Dorfekamen wo die Schüler von Rickon- und Bysikon ein Lied anstimmten stieg ich aus dem Wagen und ging zu Fuß unter wiederholtem Gesang der Schüler und anderer, unter Vortragung eines Kranzes, der mir dann unter dem Triumphbogen unweite Kapelle überreicht wurde.
00:58:13: Bei Manneberg – dem Grenzort der Kirchgemeinde von allen Seiten Händedruck Glückwünsche und Tränen.
00:58:26: Nun so sei den Gott befohlen, Gemeinde Ilnau Wunderschön, der Saga.
00:59:11: der Andreas Keller in seinem Tagebuch notiert hat und wo ich gewusst bin, dass dieser Sagen über unseren Kirchengemeinden und über diese Region seine Wirkung hat.
00:59:25: Währends sein Leben hat er Andreas Keller drei Tausend vierhundert neunvierzig Tagebuchseite geschrieben.
00:59:34: Hundert Jahre später, nünzehundertfünfunddreies, hat sein Ur-Enkel Gottfried Keller wo auch die Pfarrer am Münster in Schaffhausen wurde, einen kleinen Auszug aus diesen Tagebüchern veröffentlicht.
00:59:51: Das Bücheli ist heute nur noch antiquarisch erhältlich und das auch in Altersschrift oder Frakturschriften.
01:00:00: Wir haben dieses Büchel genommen und digitalisiert also wieder rund neunzig Jahre später nachdem Gottfried Keller der Ur-Enkel das Büchel veröffentlicht hat und hat es frei zugänglich gemacht.
01:00:16: Auf der Webseite von der reformierten Kille Ilnau Ephrätica, da kann dieses Bücheln abgerufen werden.
01:00:25: Herzliche Einladung, sich das dort zu besorgen und auch die weiteren Informationen anzuschauen.
01:00:32: Wir haben nach den Podcastaufnahmen Noch mit der Andrea Jost, die wir in diesem Podcast lese, gehört haben.
01:00:45: Es hat mehr Wunder genommen aus ihrer Perspektive als eine Sprecherin und Theaterschaffende, die sich jetzt ganz intensiv mit diesen Texten auseinandergesetzt hat.
01:00:58: Was ist ihr dabei aufgefallen?
01:01:02: Das kann man hören im nächsten Podcast zu den Tagebüchern vom Andreas Scheller.
Neuer Kommentar