Predigt - Dieser ging befreit

Shownotes

Bibeltext: Lukas 18,9–19

"Dieser ging befreit in sein Haus zurück, jener nicht."

Was bedeutet Demut eigentlich? Jesus stellt im Gleichnis einen frommen Pharisäer und einen Zöllner einander gegenüber. Der eine kann vor Gott viel vorweisen. Der andere bringt nichts mit ausser seiner Bitte um Gnade.

Die Predigt geht der Frage nach, wie wir aus der Freiheit und Gnade Gottes leben können – ohne uns selbst kleinzumachen und ohne unseren Wert durch Leistung herstellen zu müssen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Giraffe Tränki.

00:00:03: Mein Name ist Daphys Scherler.

00:00:09: Gott, wieder steht.

00:00:10: den Hochmütigen Aber den Demütigen gibt er Gnade.

00:00:18: So heisst es im ersten Petrusbrief in dem fünften Kapitel Und das ist der Wucherspruch für die neue Woche Gott, wider steht den hochmütigen Aber den demütigen... ...gibt er Gnaden.

00:00:36: Der heutige Predict Podcast ist zum achttzehnten Kapitel im Lukas Evangelium, Elisabeth Ferser IX bis XIX.

00:00:51: Ihr erzählte aber auch einigen die überzeugt waren gerecht zu sein und die anderen verachteten das folgende Gleichnis.

00:01:02: Zwei Menschen gingen hinauf in den Tempel um zu beten.

00:01:06: Der eine war ein Pharisäer und der andere ein Zöllner.

00:01:11: Der Pharisär stellte sich hin und betete in sich gekehrt so, Gott ich danke Dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin – wie Räuber, Betrüger, Eheprecher oder auch wie dieser Zöllener!

00:01:29: Ich fasste zweimal in der Woche, ich gebe den Zehnten von allem was ich

00:01:34: einnehme.".

00:01:37: Der Zöllner aber stand ganz abseits und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben.

00:01:44: Sondern schlug sich an die Brust und sagte Gott sei mir sünderknädig!

00:01:52: Ich sage euch dieser ging befreit in sein Haus zurück jener Nicht.

00:02:00: Denn wer sich selbst erhöht wird er niedrig werden.

00:02:04: Wer sich aber selbst erniedrigt wird erhöht werden und brachte auch die kleinen Kinder zu ihm, damit er sie in die Arme nehme.

00:02:15: Als die Jünger das sahen, fuhren Sie sie an!

00:02:19: Jesus aber rief sie herbei und sprach, lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.

00:02:29: Amen ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind wird nicht

00:02:36: hineinkommen.".

00:02:39: Und ein Vornehmerman fragte ihn guter Meister, was muss ich tun um ewiges Leben zu erben?

00:02:47: Jesus sagte zu ihm Was nennst du mich gut?

00:02:52: Niemand ist gut außer Gott.

00:02:57: Wort aus dem achttzehnten Kapitel im Lukas Evangelium.

00:03:07: Den Podcast habe ich vorbereitet, die Predigt.

00:03:20: Da bin ich verschrocken über diesen Wucherspruch.

00:03:25: So nach leichten, lockeren Sommerferien hätte ich mir einen einfacheren Bibelfern gewünscht also Härtekost.

00:03:36: Wie ist es dir gegangen was du den Wuchsspruch gehört hast?

00:03:40: Was hat das bei dir ausgelöst?

00:03:44: Die einen fragen sich vielleicht zu welcher Gruppe gehöre ich.

00:03:48: gehöre ich zu den Hochmütigen oder zu den D-Mütigen?

00:03:53: und irgendwie fühlt sich Beides nicht so richtig an.

00:03:58: Oder andere haben vielleicht gedacht, es ist gut, dass er wieder einmal über die Hochmüdiger spricht.

00:04:04: Hoffentlich gehört das dann oder die dann auch.

00:04:08: Hochmutte und Demut sind beides nicht beliebte Worte.

00:04:17: In der Lesung haben wir ein Gleichnis von zwei Männern gehört.

00:04:22: Warum erzählt Jesus das Gleichnis?

00:04:27: Wird er alle Menschen klein machen, ist es hier zu richtigen, dass man immer eine gebeugte Haltung hat.

00:04:34: Der Blick auf den Boden gerichtet.

00:04:37: Dass man sich möglichst schlecht findet.

00:04:41: Und was geht es Jesus?

00:04:43: Was ist in seinen Augen die Ehemut?

00:04:47: Sobald ein Täufer versteht, will man in das Gleichnesssein tauchen!

00:04:55: Zwei Männer gehen auf zum Tempel, zum Beten.

00:04:58: Ein Pharisäer und ein Zöller.

00:05:02: Der Pharisär gehört zu einer Glaubenspartei, die das Wort von Gott ganz wertvoll und wichtig ist – der Glauben Gott gegenüber.

00:05:13: Sie erkennt, es sei das Wichtigste im Leben.

00:05:17: Und er hat in Glaubenzpraxis so lange eingegübt und eintrainiert, dass sie ganze Alltag davon praktisch.

00:05:25: Er weiss mit Sicherheit, er ist nicht wie die anderen.

00:05:30: Er fastet zweimal in der Woche.

00:05:33: Er tut sein Körper disziplinieren.

00:05:37: Er gibt ihm nicht einfach immer alles was er gerade Lust darauf hat.

00:05:41: Er geht von allem was er verdient, der zehnte Detail.

00:05:45: Von dem was sich andere überlegt, was könnte jetzt damit mir noch leisten?

00:05:50: Er tut ihnen verzichten und er tut es für Gott!

00:05:54: Bei ihm dreht sich alles um Gott.

00:05:59: Der Zöllner, der auch im Tempel steht – das ist ein ganz anderer Mensch!

00:06:05: Er hat eine Prüfung, die ihm immer wieder Gelegenheiten bietet zu betrügen.

00:06:11: Er kann zu viel Zoll verlangen oder er kann zu wenig Zoll verlangen und darauf verzichten wie es sich für ihn lohnt.

00:06:20: Er hat Bestechungen annehmen.

00:06:23: Man sollte ja die Gelegenheit schafft eiben Da soll er ganz viel gelegenheiten haben.

00:06:30: Und mit ihnen eben auch ganz viele Versuchungen.

00:06:36: Wenn man die beiden Männer im Tempel sieht, da denkt man bei diesem Farisär, wow was ist das für einen Mann, der so viel für Gott tut?

00:06:47: Der fastet!

00:06:48: Dann gibt es den zehnten Teil und jetzt ist er sogar noch hier in dem Tempel am Betten, also ob er nicht genug gemacht hätte.

00:06:58: Und den anderen Sitz bei diesem Zöllner, wenn man ihn sieht, dann denkt man, der hat das wirklich nötig, dass er da ist.

00:07:08: Viele von seinem Verhalten drückt es auch aus und er steht ganz absitzt.

00:07:13: Er wagt nicht zum Himmel rauf zu schauen.

00:07:16: Vielleicht war er tatsächlich schon länger nicht mehr im Tempel und kam jetzt aus einem Impuls, ganz spontan aus einer inneren Note raus.

00:07:26: Was aber die Menschen bei diesen beiden Männern nicht sehen, äusserlich hat der Pharisäer eine weisse Weste.

00:07:37: Aber innen drin hat er ein Herz, das kalt bleibt.

00:07:43: Er fängt sein Gebet an mit dem Dank – wie man es ja sollte!

00:07:48: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin.

00:07:54: Es ist auch perversen Dank.

00:07:57: Er sei überzeugt und sicher aus einem Gerecht.

00:08:02: Eigentlich ein Mensch, der Gott nicht braucht.

00:08:06: Und so ganz anders der Zöllner bei ihm kommt in allem zum Ausdruck das er Gott dringend nötig hat.

00:08:15: Er steht absitzt, er schlatscht an die Brust und erspricht ganzes kurzes Gebet Gott bis mir Sünderknädung.

00:08:28: Ihm ist völlig klar dass er Gott nichts vormachen kann dass es bei ihm gar nichts gibt, wo Gott würde überzeugen, dass er so eine wie ihn im Himmel oben braucht.

00:08:42: Er kann ihm einfach seine leeren Hand heranheben und indem er das tut, hat er eh mal sein offene Geherz heran.

00:08:54: Jesus sagt über die beiden Männer, dieser ging befreit in sein Haus zurück.

00:09:01: Jener nicht?

00:09:04: Das ist für mich der zentrale Satz von diesem Gleichnis.

00:09:08: Ausgerechnet der Zöllner, da geht ihre inneren Freiheit weiter.

00:09:15: Der Pharisäer nicht!

00:09:18: Der Phariser meint, er hege alles und er meint es ehrlich – er dankt Gott sogar dafür.

00:09:26: Ich denke, er kennt die Freiheit gar nicht, wo man in Gott kann haben.

00:09:33: Den Pharisär kommt mir vor wie ein Haus Der Garten vor dem Haus perfekt pflegt.

00:09:40: Aber wenn er teuer auftut, dann schmeckt es modrig.

00:09:43: Ein bisschen krank!

00:09:47: Das Äusserliche hat bei ihm nichts mit dem Innerlechen zu tun.

00:09:53: Ganz anders beim Zöllner.

00:09:56: Bei diesem mag äusserlich ganz vieles schief sein... ...aber er geht befreit und in Frieden heim.

00:10:05: Er ist einer, der Gott nichts hätte bringen können Aber was erkennt hat, dass Gott ihn trotzdem will.

00:10:15: Und das ist eine Freiheit, die das Leben verändern tut und auch der Blick auf andere Menschen.

00:10:24: Ich habe zurzeit auf Ricardo ein Inserat am Laufen.

00:10:29: Ich verkaufe ein ausgezeichnetes Rudergerät.

00:10:34: Der neue Preis war so hoch, es wäre mir peinlich, das zu sagen.

00:10:40: Der aktuelle Stand des Gebots ist zwei Franken.

00:10:46: Nach zwei Jahren Nichtgebrauch habe ich entschieden, das Rudergerät, wo man ständig im Weg ist, endlich aus dem Weg zu arbeiten.

00:10:56: Ich kaufte natürlich nicht nur ein Ruder-Gerät, sondern auch die perfekten Hände dazu, damit man beim Rudern nicht abrutscht.

00:11:04: Ich denke wir kennen alle sättige Supersportler, die ihre ganze Energie in die Ausrüstung stecken.

00:11:13: Rudergerät, Händchen.

00:11:16: Perfekte Ausrüstung... Das ist ganz vieles.

00:11:20: aber eines ist es sicher nicht Es ist nicht Sport Ähnlich wie beim Pharisäer.

00:11:29: Die religiöse Ausrüchtung stimmt!

00:11:32: Es sieht nach einer Täufe Frömigkeit aus Nach einer sehr wertvollen, nach einer liebevollen Gottesbeziehung.

00:11:42: Aber es erreicht das Herz nicht.

00:12:08: Fasten Erzählte aber auch einigen, die überzeugt waren gerecht zu sein und die anderen verachteten das folgende Gleichnis.

00:12:19: Wir erfahren, Jesus erzählt das Gleichnis für Menschen, die überzeugt und gerecht sind.

00:12:28: Und aus dieser Selbstgerechtigkeit müssen andere verachten.

00:12:34: Menschen, welche sich selber erhöhen, woanders verachten, stehen sich selbst im Weg.

00:12:44: Es geht Jesus nicht darum sein moralisch zu verurteilen, ihnen zu sagen wie blöd sie sind, sondern ... Auch die Menschen sollen in die Freiheit von seinem himmlischen Vater reinkommen.

00:13:04: Wer sich aber selbst erhört, wird erneidigt werden.

00:13:10: Es geht nicht darum, Menschen moralisch kleinzumachen.

00:13:14: Dass sich Menschen selber abwerten.

00:13:16: Ein Leben führen, das in sich krümmt ist.

00:13:21: Sich selber erniedrigen, d. h., vom hohen Ross absteigen Aber ganz sicher nicht sich Däufer stellen, als man ist.

00:13:33: Wir sind Gottes Geschöpf!

00:13:36: Wir sind von ihm gewohlt und geliebt.

00:13:39: Wer sich selber verachtet, macht das klein, was Gott will und hat geschaffen.

00:13:48: Jesus erzählt das Gleichnis, weil er auch die selbstgerechten Menschen liebt.

00:13:54: Weil er sie in die Gnade und in die Freiheit des himmlischen Vaters führt.

00:14:03: Wie kann man Gott nöch sein?

00:14:06: Wie kann er aus der Freiheit und Aus den Gnade erleben, die Gott uns schenkt.

00:14:13: Der Pharisäer sagt, dafür musst du etwas leisten!

00:14:19: Du musst etwas tun und etwas vorweisen können.

00:14:23: Aber dabei bleibt sein Herz kalt.

00:14:28: Der Zöllner weiss, er hat nichts bieten.

00:14:33: Er öffnet seine leeren Hände und bittet ... Und indem er seine Hände öffnet, öffnt sich auch sein Herz.

00:14:44: Also wie Kinder, die zu Jesus kommen.

00:14:47: Sie können nicht mit Erfolge oder mit Status oder mit besungenen Erleistungen.

00:14:53: Es würde ihnen nie in den Sinn kommen, dass sie sich Gottes Liebe zuerst verdienen müssen.

00:15:00: Sie lassen sich hier beschänken.

00:15:03: Sie erwarten ganz selbstverständlich, dass es sie geliebt sei.

00:15:10: Sättigene sagt Jesus, gehört es Himmelsreich.

00:15:16: Amen.

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