Predigt - Wenn Gott Betriebsferien hat
Shownotes
Predigt zum Sonntag Exaudi – 17. Mai 2026
Zwischen Auffahrt und Pfingsten leben die Jünger in einer offenen Zwischenzeit: Jesus ist gegangen, der Heilige Geist noch nicht gekommen. Die Predigt fragt: Was macht man, wenn Gott scheinbar schweigt?
Themen der Predigt:
- Wartesaal-Zeiten des Lebens
- Die Jünger zwischen Auffahrt und Pfingsten
- Gebet als Ort, wo alles sein darf
- Psalm 136 als „Herzensschule“
- Die Bedeutung von Gottes Gnade
- Bibeltexte: Apostelgeschichte 1, Psalm 136, Psalm 130
Transkript anzeigen
00:00:00: Giraffentränke, mein Name ist Daphys Scherler.
00:00:09: Im letzten Dunstig-Auffahrt am nächsten Sonntag, Pfingsten – es ist eine merkwürdige Zwischenzeit!
00:00:20: Ich lese aus der Apostelgeschichte im ersten Kapitel ab dem zehnten Fers und als sie gespannt zum Himmel schauten wie er auffuhr, seien da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen Die auch sprachen Männer von Galilea, was steht Dir und seht hinauf zum Himmel?
00:00:43: Dies Jesus der von Euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist wird so wiederkommen wie Irine Habt hingehen sehen in dem Himmel.
00:00:55: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück vom Berg welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem ist einen Sabat wegen
00:01:04: entfernt.".
00:01:07: Und als sie hineingekommen waren, stiegen sie hinauf in den Obersaal wo sie sich aufzuhalten pflegten.
00:01:15: Sowohl Petrus als Johannes und Jacobus und Andreas Philippus und Thomas Bartolomäus und Matthäus Jakobus der Sohn des Alfäos und Simon der Reiferer und Judas der Sohne des Jacobus Diese alle verharten Einmütung im Gebet mit einigen Frauen und Maria der Mutter Jesu.
00:01:42: Und mit seinen Brüdern.
00:01:46: Stell dir vor, du Opferist für alle Gagipfeli zu holen.
00:01:54: Du sitzt auf dem Velo geniessen, ist der Fahrtwind in deinen Haaren.
00:01:58: Bist etwas stolz, dass du dich aufraffen konntest.
00:02:02: Und dann beim Eingang von den Bäckereien Begrüßt die Schild heute Betriebsausflug.
00:02:11: Ja, schön für euch!
00:02:13: Aber was sitzen?
00:02:16: Jemand so stelle mir Zeit zwischen Uffahrt und Pfingste vor.
00:02:21: Jesus ist gegangen.
00:02:23: Der heilige Geist ist noch nicht ausgegossen.
00:02:27: Also als ob im Himmel ein Schild würde hängen, heute geschlossen.
00:02:32: Betriebesferien... Was
00:02:36: jetzt?!
00:02:37: Fragen sich die Jünger, wo sie in den Himmel auferstarren.
00:02:41: Dort, wo die Füsse von Jesus in der Wolke verschwunden sind.
00:02:46: Sendenpausen!
00:02:48: Nur noch Himmel und Wolken wie eine Bildschirmschoner.
00:02:54: Kurz bevor Jesus ging, fragten die Jungen, ob jetzt die Königsherrschaft wieder herstellt wird?
00:03:07: Jetzt ist doch die logische Folge, Jesus kommt jetzt in das Reich ganz sichtbar weltweit zufrieden.
00:03:17: Keine Krankheiten mehr keine Machtgeilendiktatoren eine heilige Welt!
00:03:24: Die Antwort von Jesus ist es nicht euer Business zu wissen?
00:03:29: wenn das das ist ihr werdet Kraft empfangen und dann ist er gegangen.
00:03:39: Gott hat einen sogar zwei Bote geschickt, zwei Männer mit weissen Kleider.
00:03:45: Ich dachte sie war Engel.
00:03:48: Was stört ihr da und startet in den Himmel?
00:03:51: Jesus wird so kommen wie ihre Innen hat weggegangen.
00:03:56: Herrstarren bringt nichts!
00:03:59: Die Engeln haben keine lange Trausträte gehalten, sie haben nicht noch eine erklärt warum sie Jesus ging.
00:04:05: Sie haben ihnen nicht gesagt, keine Angst, in zehn Tagen ist abfingst.
00:04:11: Sie haben einfach ihren Blick ins Lärm gestoppt.
00:04:15: Und dann waren sie auch sehr weg.
00:04:17: Sie haben ihre Unsicherheit nicht aufgelöst.
00:04:25: Es gibt auch heute im Lebensethik die Zeiten, wo man sich wie in einem Wartesaal fühlt und nicht weiss, wie es weitergeht.
00:04:37: Zwischenzeit zwischen Abschied und Neubeginn, zwischen Diagnosen und Klarheit zwischen Entschädigung und Ergebnis.
00:04:49: Zwischen dem, was gesehen ist und dem, das noch nicht ist.
00:04:54: Man hätte gerne ein Zeichen von Gott, eine glückliche Fügung, eine offene Türe ... Aber stille!
00:05:04: Keine Antwort, nur offene Fragen, die heimgeknacken wie einem Hund einen alten ausbleichten Knochen.
00:05:14: Was machen wir in so einer Wartesaalzeit?
00:05:18: Es macht man, wenn man nicht mehr weiss wie es weitergeht.
00:05:24: Interessant ist, herzschauen was die Jünger in dieser Wartesalzeit gerade nicht tun.
00:05:32: Sie tun vieles nicht, das eigentlich sehr naheliegend wäre.
00:05:38: Sie sagen sich nicht.
00:05:39: wir haben mit dem Herodes noch eine Rechnung offen.
00:05:42: Wir machen eine Revolution und gehen und türen.
00:05:45: die Leute aufwiegeln Machen einen Aufstand gegen der Herodes.
00:05:50: Sie fangen keine Streit miteinander an, sich nicht zu schuldzuweisen wie sie das früher auch schon gemacht haben.
00:05:58: Petrus wechselt ihre Verleugnung und Thomas weckt den Zweifel.
00:06:03: Johannes würde ein Lieblingsjünger sein.
00:06:07: Sie gehen auch nicht auf der Tempelberg um die tue neue Religion auszurufen.
00:06:12: Sie akzeptieren dass es jetzt nicht da drin ist zu handeln.
00:06:17: Sie tun nicht so als ob alles klar wäre.
00:06:21: Sie halten aus, sie akzeptieren.
00:06:24: Es ist eine Wartesaalzeit und das ist sehr stark.
00:06:32: In solchen Zeiten gibt es etwas, wo man sehr aktiv sein kann.
00:06:39: Wo man nichts falsch machen kann.
00:06:41: Und das ist Gebet.
00:06:45: Im Gebet darf alles sein – Klag, Zweifel, Wut, Angst, Ungeduld.
00:06:54: Man darf hier auch halbfertige Ideen und Sehnsucht und Wünsche erlegen.
00:06:59: Wer es nicht gut geht, wenn ich würde oder sollte jetzt nicht das und das.
00:07:07: Und in diesem Bett gibt es eine ganz wertvolle Hilfe und ein Sipsalmen.
00:07:15: Wenn man seine Worte in andere Worte lecken kann.
00:07:20: Wenn wir so richtig klagen können in die Täufe.
00:07:24: Oder wenn man mit Die fremde Worte kann hoffen, wie die eigene Hoffnung gerade sehr dünn ist oder wie es einem Mühe macht Gott in dieser Zeit drinnen zu loben.
00:07:37: In diesen Psalmen gibt es Psalme, die außen stechen.
00:07:41: Zum Beispiel der Psalm Hunderdreißig ganz kurz schlicht Buss-Warten-Hoffenung.
00:07:52: Oder der Psan Dreizwänziger Hirtenpsalm Erstärkung im Vertrauen.
00:08:00: Und dann gibt es eben noch ganz ein besonderer Psalm.
00:08:04: Der Psalme ist von der Hundertsechse Dreißig, das grosse Gotteslob.
00:08:10: Ich lese den Anfang des Psalmes an.
00:08:34: Ewig wert seine Gnade, der allein große Wunder tut.
00:09:07: Der Psalm hundertsechserdreisig spannende, grossen Bogen.
00:09:15: Er fangt bei der Schöpfung an.
00:09:17: Er erinnert, wie Gott in der Geschichte gehandelt hat.
00:09:21: Wie er aus der Sklaverei gerettet hat.
00:09:25: Ein Weg bildete durch die Wüste, bewahrte gegen Finden.
00:09:31: Wie Gott ihm ganz gross gewürgt hat.
00:09:35: An der Psalme retto vom ganz kleinen.
00:09:39: von Brot auf dem Tisch, von ganz alltäglichen Bedürfnissen.
00:09:46: Und nach jeder Ziele kommt der gleiche Satz.
00:09:50: Ewig wird es eine Gnade.
00:09:54: Sechsundzwanzigmal – der gleiches Satz!
00:09:57: Richtig penetrant, repetitiv, langweilig.
00:10:04: Und genau in diesem Leid die Kraft des Psalms ist ein Schul vom Herz.
00:10:11: Die Wiederholung tut das Herz formen und verwandeln.
00:10:16: Sechsundzwanzigmal gnaht, bis die Gnade teuer versinkt als die eigene Angst – also die Unruhe und die offenen Fragen.
00:10:27: Sechsundzwenzigmal naht bis das Herz anfängt zu vertrauen.
00:10:36: Der Psalmhundertsechserdreis lobt Gott nicht will alles so geschmeidig gelaufen ist, weil alles immer schön war.
00:10:45: Im Gegenteil.
00:10:47: Der Psalm sagt, oh dort wo wir der Weg nicht gesehen haben, Gott war da und dort wo mir sie bedroht wurden, Gott sei treu und dort was für uns nur eine Wüstung war.
00:11:07: Gott hat uns versorgt aber sie haben es eben erlebt dass sie nicht weiter gesehen haben.
00:11:15: Dass sie sich bedroht gefühlt haben, dass sie leer um sich gespürt haben wie eine Wüste und immer deutlicher steigt die Eims vertrauen auf, wer Gottes Gnade dann mit uns gesehen ist – schon immer!
00:11:34: Warum sollte das heute und morgen anders sein?
00:11:39: Ewig wird seine Gnaden.
00:11:45: Dass dieser Öffner ein sechsundzwanzigmal vorkommt, das hat noch eine spezielle Bedeutung.
00:11:52: Im Hebrei ist er sein Buchstaben auch zahlen und der Gottesnamen Yahweh, die in den Zürcherbiblen mit dem Grossbuchstaben her übersetzt ist, der Gottesname hat der Zahlenwert sechsund zwanzig.
00:12:11: Sechsundzwanzigmal kommt das Wort Gnade in diesem Psalm vor.
00:12:17: Und so sagt uns dieser Psalme eben auch Gott selber, es ist seine Identität, dass er unser Gnad ist.
00:12:30: Das Wort Gnad soll man nicht so verstehen Dass sich Gott von weit oben grosszügig zu uns runterladen und ein mildes Lächeln auf den Lippen hat sondern Gnad ist die ganze Stäufswort.
00:12:46: Es bedeutet eine treue Güte, Verbarmen, eine verlässliche väterliche Liebe, Zuwendung, Heilung und Rettung.
00:13:01: Gnad bedeutet in diesem Psalm Gott kümmern sich um das ganz grosse, um die Schöpfung, um Geschichte, um Rettungen, um Zukunft aber auch um das kleine Um dich, das was du brauchst und Brot auf dem Tisch, Kraft für den Tag ein Herz, welcher wird.
00:13:24: So gehen die Jünger, wo wir alle mit Namen gehört haben und mit ihnen viele andere durch diese Zeit zwischen Uffahrt und Pfingsten – mit Warten und mit Betten!
00:13:38: Und sie gehen durch eine Herzensschule.
00:13:42: Die Wartezeit ist nicht leer, es ist nicht für nichts Und weiden sich so anfühlt.
00:13:48: Es ist nicht unnützlich, es ist Raum wo Gott sieht und vorbereiten.
00:13:56: Für das was kommt, Gott hat keine Betriebsferien.
00:14:03: Und wie sich das für uns manchmal so anfällt?
00:14:07: Gott ist treu!
00:14:09: Jesus Christus ist mit dir.
00:14:12: Ewig wird seine Gnade.
00:14:16: Amen.
Neuer Kommentar